Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Regiobus-Betriebshof bleibt und schrumpft

Eldagsen Regiobus-Betriebshof bleibt und schrumpft

Positive Entscheidung für Eldagsen. Der abgebrannte Betriebshof der Regiobus Im Loffenkamp wird wieder aufgebaut. Das hat der Aufsichtsrat gestern beschlossen. Allerdings wird die Mitarbeiterzahl sinken, weil ein Zuständigkeitsbereich wegfällt.

Voriger Artikel
Wird Betriebshof von Regiobus wieder aufgebaut?
Nächster Artikel
Volkspark: Land will Pacht verdreifachen

Das vor gut einem Jahr abgebrannte Busdepot der Regiobus in Eldagsen soll wieder aufgebaut werden. Die Kosten werden auf zwölf Millionen Euro geschätzt.

Quelle: Becker

Springe. Der Aufsichtsrat der Regiobus hat sich am Mittwoch hinter verschlossenen Türen mehrheitlich für einen Verbleib des Betriebshofs in Eldagsen ausgesprochen. Offenbar wird aber sowohl der Personal- als auch der Fahrzeugbestand in Eldagsen nach einem Neubau reduziert. Durch den Bau einer neuen Stadtbahn-Strecke der Üstra nach Hemmingen, die bisher von Bussen bedient wurde, verliert der Betriebshof einen Zuständigkeitsbereich.

Deshalb wird der neue Betriebshof laut Angaben von Regiobus-Sprecher Tolga Otkun den veränderten Bedürfnissen angepasst. Heißt: Die Zahl der Mitarbeiter und die Zahl der in der neuen Fahrzeughalle untergebrachten Busse wird geringer als zuvor sein. Wie viel geringer, das kann und will Otkun nicht sagen. „Das wird noch genau festgelegt werden.“ Das bedeutet aber nicht, dass die neue Halle kleiner als die alte sein wird. „Eine neue Halle wird nach neuen Standards errichtet - und da wird für weniger Fahrzeuge möglicherweise genauso viel oder mehr Platz benötigt“, mutmaßt der Regiobus-Sprecher. Der Entscheidung des Aufsichtsrates muss Otkun zufolge noch die Gesellschafterversammlung der Regiobus zustimmen. Dabei soll es sich aber um eine reine Formsache handeln.

Im Aufsichtsrat sitzen 15 Mitglieder. Fünf davon bestellt die Arbeitnehmervertretung, drei Mitglieder vertreten die Gesellschafter: Das sind der Landkreis Nienburg, der Kreis Schaumburg und die Region Hannover. Die übrigen Vertreter in dem Gremium werden von den Parteien gestellt: Zwei Vertreter entsendet die CDU, die FDP und Grüne haben jeweils einen und die Sozialdemokraten verfügen über drei Delegierte.

Otkun darf nicht darüber sprechen, wer sich im Aufsichtsrat für oder gegen den Verbleib in Eldagsen ausgesprochen hat. Und gegen offenbar wirtschaftlich günstigere Alternativen wie den Umzug nach Gehrden. Vor allem die SPD soll sich aber für Eldagsen eingesetzt haben. Den Regions-Sozialdemokraten wird stets die Schließung des Krankenhauses vorgehalten, die mit ihrer Mehrheit beschlossen wurde. Die Schließung des Betriebshofes wäre zusätzliches Wasser auf die Mühlen der SPD-Kritiker in Springe gewesen. Und im Vorfeld der anstehenden Kommunal- und Bürgermeisterwahlen ein zusätzlicher Klotz am Bein der Genossen in Springe.

von Ralf T. Mischer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.