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Region will Rückkehr zum SPR-Kennzeichen nicht

Springe Region will Rückkehr zum SPR-Kennzeichen nicht

Die Region bleibt bei ihrem Nein zu einer Rückkehr des SPR-Kennzeichens. Unterdessen hat die CDU-Regionsfraktion ihre Forderung erneuert und stellt der Verwaltung „ein Armutszeugnis“ aus, weil sie Angst habe „vor der Meinungsfreiheit und dem Bürgerwillen“. Bereits 2012 war Springe mit einem entsprechenden Vorstoß in Hannover gescheitert.

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Die Alferder im Kreis Hildesheim können seit Längerem bereits wieder mit ALF-Kennzeichen fahren. Die Region Hannover ist dagegen, die Retro-Schilder wie SPR oder NRÜ zuzulassen.

Quelle: Jelinek

Springe. Neu ist die Diskussion nicht: Springe war schon 2012 mit einem entsprechenden Vorstoß in Hannover gescheitert. Die Region argumentierte damals, man wolle mit dem gemeinsamen H-Kennzeichen die Einigkeit aller Regionskommunen demonstrieren. „Die Haltung der Region hat sich nicht gewandelt“, erklärte gestern Behörden-Sprecherin Christina Kreutz.

Die CDU hatte auf ein neues Bundesgesetz verwiesen, nach dem Autofahrer seit Januar ihr altes Kennzeichen bei einem Umzug in eine andere Stadt oder einen anderen Landkreis behalten dürfen: Ein Münchener, der nach Springe zieht, dürfe also mit dem „M“ fahren - und einem Springer werde „sein SPR mit fadenscheinigen Argumenten“ verwehrt, kritisiert der CDU-Abgeordnete Oliver Brandt. Es sei „undemokratisch“, über die Bedürfnisse der Bürger hinweg am Schreibtisch in Hannover zu entscheiden. Der Politiker fordert neben dem SPR-Kennzeichen auch das NRÜ für Neustadt und das BU für Burgdorf zurück - alle drei sind Erinnerungen an Landkreise, die bei der Gebietsreform 1974 Hannovers H zugeschlagen worden sind.

Dass sich Anhänger von SPR (einst liebevoll „Sauparkrüpel“ genannt) automatisch nicht mit der Region identifizieren würden, hält Brandt für ein Gerücht: Die Alfelder im Landkreis Hildesheim etwa können schon länger wieder ALF nutzen: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Parteifreund von Regionspräsident Hauke Jagau, der Landrat Rainer Wegner, den Alfeldern unterstellt, sich nicht mit dem Landkreis zu identifizieren“, sagt Brandt. Und betont: „Wir fordern lediglich die Freigabe dieser Möglichkeit und nicht den Zwang zur Ummeldung.“ Es gehe ihm um Bürgernähe, die SPD und Grüne sonst immer wollten. Kosten entstünden nur dem Springer, der sein jetziges Kennzeichen ändern wolle - nicht Stadt oder Region.

Von Christian Zett

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