Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Schlagabtausch mit der AfD

Springe Schlagabtausch mit der AfD

Erstmals werden im Stadtrat auch Vertreter der Alternative für Deutschland (AfD) sitzen. Die Grünen in Springe nahmen das zum Anlass, öffentlich darüber zu sprechen. Zwei Vertreter der Partei kamen gleich selbst vorbei. Und sorgten für kontroverse Diskussionen.

Voriger Artikel
Radfahrerin wird von Auto erfasst und stirbt
Nächster Artikel
Waldfriedhof wird erweitert

Thomas Hüper-Maus und Christian Hinrichs (von links) sprechen im DRK-Haus über das Thema AfD. Mit dabei ist auch Peter Kajewicz - von der AfD.

Quelle: Mischer

Springe. Wie halten wir es mit der AfD? Über diese Frage sollte eigentlich die grüne Landtagsabgeordnete Julia Willie Hamburg sprechen. Weil die erkrankt war, übernahm ihr Referent Christian Hinrichs. Ihm zufolge ist die AfD ein Sammelbecken für Rechte verschiedenster Couleur: von Ultrakonservativen über Rechtspopulisten bis zu Neonazis. Laut Hinrichs hat auch der Springer AfD-Aktive Wolfram Bednarski eine bewegte rechte Vergangenheit. Hinrichs beruft sich dabei auf einem Artikel auf dem Themenportal „Blick nach rechts“.

Peter Kajewicz, Beisitzer im AfD-Stadtverband, protestierte gegen die Darstellung: „Das stimmt nicht. Bednarski war sogar Gründungsmitglied der Grünen.“ Hinrichs konterte: „Ich sage nicht, dass Herr Bednarski ein Nazi ist, aber ich finde, dass er offenlegen muss, was er tut und mit wem er spricht.“ Kurzzeitig drohte die Diskussion über die AfD sich in einer Grundsatzdebatte über Asylrecht und den Begriff Volk zu verlieren, bis Fraktionschef Thomas Hüper-Maus eingriff.

Seine Bilanz: „Da kommt möglicherweise noch eine ganze Menge auf uns zu.“ Hinrichs empfahl seinen Parteifreunden indes, die AfD nicht auszugrenzen, sondern sie, auch öffentlich, zur Diskussion zu stellen und ihre Thesen kritisch zu hinterfragen „und an der Wurzel zu packen“.

Hinrichs Einschätzung: Bei bestimmten Themen sollten die etablierten Parteien eine rote Linie ziehen - etwa beim Asylrecht. Zugleich müssten die Unterschiede zwischen den einzelnen demokratischen Parteien sichtbar bleiben, forderte er.

Von Ralf T. Mischer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.