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Schritt ins eigenständige Leben

Springe Schritt ins eigenständige Leben

Die Lebenshilfe Springe erhält voraussichtlich im nächsten Frühjahr ihre erste Wohngruppe außerhalb der Einrichtung. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.

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Bei der Klangmassage mit Christin Hähling genießt Simon Degener die therapeutische Entspannung.

Quelle: Brinkmann-Thies

Springe. „Wir wollen mit vier Bewohnern starten“, sagt Geschäftsführer Burkhard Luthmann. Für das Vorhaben kommt ein Haus in der Nähe des Volksparks in Betracht. Dort würden zunächst vier Männer ihr neues Zuhause finden. Ihnen zur Seite stehe stundenweise ein Betreuer für praktische Arbeiten im Haushalt.

Einziehen sollen dort neben Bewohnern, die bisher nicht von der Lebenshilfe betreut werden, auch Bewohner aus dem eigenen Wohnbereich. Sie seien dort so gut gefördert worden, dass der große Schritt in ein eigenständiges Leben möglich sei, glaubt Luthmann.

Geplant ist schon jetzt, das Angebot eigenständiger Wohngruppen auszuweiten: „Als eine Einrichtung der Eingliederungshilfe haben wir den Auftrag, zu fördern“, sagt Luthmann. Und dem komme die Lebenshilfe auf verschiedenen Wegen nach. So rechnet der Geschäftsführer damit, dass der Springer Einrichtung in etwa zwei Jahren eine eigene Werkstatt für behinderte Menschen angegliedert wird.

Rund 120 Plätze in den Bereichen Wäscherei, Hauswirtschaft, leichte Produktionstätigkeit sowie Garten- und Landschaftarbeit soll das Angebot umfassen. Die Menschen, die dann dort arbeiten, bekämen nicht nur ein Entgelt, sondern hätten auch eigene Ansprüche etwa auf eine Kranken- und Pflegeversicherung. Erste Gespräche mit der Agentur für Arbeit habe es schon gegeben. Nun muss noch ein sogenannter Verbundvertrag mit der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weser geschlossen werden.

Auch ihr therapeutisches Angebot hat die Lebenshilfe Springe ausgeweitet. So können die Bewohner jetzt unter anderem an einer Klangmassage teilnehmen. Einmal pro Woche kommt hierzu die speziell ausgebildete Arzthelferin Christin Hähling in die Einrichtung. Dank ihrer Methode verändere sich die Motorik der Teilnehmer sehr positiv, berichtet die Arzthelferin.

Auch die Möglichkeit des therapeutischen Reitens steht bei vielen Bewohnern hoch im Kurs. Jüngst konnte gemeinsam mit dem Reit- und Fahrverein ein Therapiepferd angeschafft werden. Schon bald könnte es zudem eine weitere Kooperation mit einem heimischen Verein geben: Beispielsweise sei eine Zusammenarbeit mit der Rheumaliga im Hallenbad geplant, so Luthmann.

Und er hat ein dickes Lob parat: Springe sei sehr offen für inklusive Projekte. Demnächst beginnen übrigens die Proben für das nächste gemeinsame Theaterstück mit dem Otto-Hahn-Gymnasium - auch so eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Von Annegret Brinkmann-Thies

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