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Schüler sollen über 1000 Bäume pflanzen

Springe Schüler sollen über 1000 Bäume pflanzen

Zahlreiche Schulklassen aus dem Stadtgebiet sollen Stadtförster Bernd Gallas in den nächsten Monaten helfen, ein Waldstück am verlängerten Kurzen Ging aufzuforsten. Das Projekt wird vom Serviceclub Rotary angeschoben, der sein 40-jähriges Bestehen mit ungewöhnlichen Aktionen feiern möchte. 1000 bis 1500 Setzlinge sollen die Schüler auf dem Waldstück mit dem malerischen Namen Goldener Winkel pflanzen.

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„Wir wollen möglichst viele Schulen aus dem Stadtgebiet einbinden“: Christian Albert (rechts) vom Rotary-Club mit Stadtförster Bernd Gallas.

Quelle: Scheffler

Springe. Vorwiegend sollen Buchen, Douglasien und Erlen in den Boden. Dafür müssen die knapp 100 Jahre alten Fichten an dem Hang fallen. „Die sind hiebreif“, sagt der Stadtförster. Die ersten Bäume wurden bereits abgeholzt, demnächst soll ein weiterer 30 bis 50 Meter breiter Streifen folgen.

Der Wechsel vom Nadel- zum Laubwald ist laut Gallas an der Stelle durchaus sinnvoll: Die Fichte wächst an dem Standort schneller, als ihr guttut. Schon kleine Verletzungen ziehen Rotfäule nach sich, wie die Forstmitarbeiter am Holz sehen. Die untersten zehn Meter der jetzt gefällten Stämme - immerhin ein Drittel der Gesamtlänge - sind oftmals befallen und können nicht mehr als teures Bauholz verkauft werden. Die neuen Baumarten passen besser zu dem sonnigen Hang. Die Rotarier wollen in das Projekt „möglichst viele Schulen aus dem Stadtgebiet einbinden“, erklärt Christian Albert. Der Serviceclub kooperiere deshalb nicht nur mit der Springer Stadtverwaltung sondern auch mit dem Forstamt Saupark: Außer im Großen soll es auch im Kleinen Deister eine Aufforstung geben.

Was die Schüler bei dem Projekt lernen werden: Nur die stärksten Setzlinge überleben. Die Bäumchen kommen in 60 Zentimeter Abstand in den Boden, jedes Jahr werden einige auf der Strecke bleiben.

Der Goldene Winkel befindet sich in der Nähe des kleinen Skihangs bei Mutter Ganz (Gaststätte Waldwinkel) am verlängerten Kurzen Ging. Ortsbürgermeister Carsten Marock lobte den Vorschlag bei einer Ortsbesichtigung als „prima Idee“: „So eine Aktion ist nachhaltig und prägt sich ein.“ Um das Wissen zu vertiefen, sollen die beteiligten Schulen das Thema Wald auch im Biologieunterricht behandeln, ist Christian Albert wichtig.

Von Marita Scheffler

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