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Schwimmen am Morgen hält Senioren fit

Springe Schwimmen am Morgen hält Senioren fit

Im Bennigser Freibad ziehen mehrere Stammgäste ihre Bahnen, die älter als 90 Jahre sind. Hannelore Fertig kennt das Bad sogar schon seit den Tagen, als er eröffnet hat.

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„Die Gruppe der Frühschwimmer ist eine gute Gemeinschaft“: Gerda Fabich (von links) sowie das Ehepaar Harald und Gertrud Simonsen. FOTOS: BRINKMANN-THIES

Bennigsen. „Im Wasser fällt die Bewegung leichter“, sagt Gerda Fabich. Sie muss es wissen. Die 90-jährige Bennigserin kommt regelmäßig ins Bennigser Freibad, ebenso wie der gleichaltrige Harald Simonsen. Und auch Hannelore Fertig ist regelmäßiger Badegast im Bad an der Gleiwitzer Straße. Die rüstige Dame zählt tatsächlich bereits 95 Jahre.

„Das Schwimmen hat mich fit gehalten“, sagt Fertig, die im Allgäu groß geworden ist. Ihre Großeltern hätten dort ein Schwimmbad gehabt, berichtet sie. Wasser als Element war ihr also von klein auf vertraut, das Schwimmen habe sie schon früh gelernt.

Dem Bennigser Freibad ist sie treu, seitdem es vor rund 60 Jahren geöffnet hat. Heute bevorzugt die betagte Dame das Rückenschwimmen - aus gesundheitlichen Gründen. Die Wassertemperatur sei ihr dabei herzlich egal, betont sie. Harald Simonsen hingegen bevorzugt schon eine komfortable Temperatur des nassen Elements. „Etwa 20 Grad sollte die Wassertemperatur schon betragen“, sagt der Senior. Seine Leidenschaft dafür, sich mit dem Schwimmen fit zu halten, teilt er mit seiner Ehefrau Gertrud. Er begleitet sie seit rund zwei Jahrzehnten, seitdem er nicht mehr berufstätig ist.

Simonsen gehört zur Gruppe der Frühschwimmer

Gertrud Simonsen indes zieht ihre Bahnen, seitdem das Bad geöffnet hat. Das Ehepaar gehört zur Gruppe der sogenannten Frühschwimmer: „Wir sind zwar nicht die allerersten Schwimmer am Morgen, sind aber in der ersten halben Stunde nach Öffnung des Bades vor Ort“, erzählt die 88-Jährige.

„Die Gruppe der Frühschwimmer ist eine gute Gemeinschaft“, berichtet Harald Simonsen. Einmal im Monat treffen sie sich zu einem gemeinsamen Frühstück - auch im Winter, wenn das Bad geschlossen hat. Und sie singen einander ein Geburtstagsständchen: Dafür versammeln sie sich dann an der Abtrennung zum tieferen Bereich, sodass alle stehen können und stimmen „Happy Birthday“ an. „Wir sind ein toller Chor“, sagt Gertrud Simonsen mit einem Schmunzeln.

Tochter oder Enkeltochter kommen als Begleitung mit

Doch die Gruppe der Frühschwimmer werde leider immer kleiner, sagt Martina Riemer, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Bäder GmbH. Leider kämen kaum Nachrücker, die sich bei den sportlichen Senioren mit einreihen wollen. Die frühen Schwimmer kommen in der Regel morgens gestaffelt ab 7 Uhr. Zu den ganz frühen Badegästen gehören Gerda Fabich und Hannelore Fertig nicht. „Ich komme so ab 10 Uhr, wenn die Sonne schon scheint“, berichtet Fabich.

Und Hannelore Fertig ist oft in der Mittagszeit im Wasser, begleitet von ihrer Tochter oder Enkeltochter. Ihr Mann sei vor zwei Jahren verstorben, erzählt sie. Früher sei er mit ihr gemeinsam in die Bennigser Badeanstalt gekommen. Geschwommen sei er aber nicht. Er habe stattdessen einen Kaffee getrunken oder mit Martina Riemer geplaudert, während sie im Becken ihre Bahnen gezogen habe. Von Annegret Brinkmann-Thies

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