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So viele Briefwähler wie noch nie

Springe So viele Briefwähler wie noch nie

Ob verreist, auf dem Familienfest, beim Fußballspiel oder bei der Arbeit - bei der Briefwahl zeichnet sich ein Rekord ab: Anfang September waren es 1602 Springer, die bereits vorab bei der Bundestagswahl abgestimmt hatten. Aktuell sind es 4917, Tendenz steigend.

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Verwaltungsmitarbeiterin Eva Wedemeyer betreut die Briefwahlstelle im Feuerwehrgerätehaus.

Quelle: Helmbrecht

Springe. „Das sind schon mehr als 20 Prozent“, sagt Wahlkoordinator Karsten Kohlmeyer. Er ist selbst überrascht über die Zahl. „So hoch war die Quote noch nie.“ Auch deutschlandweit steuert der Anteil der Briefwähler bei der Bundestagswahl auf einen Rekord zu - damit liegt Springe absolut im Trend.

Insgesamt dürfen 22.933 Springer ihre Stimmen für die Wahl am Sonntag abgeben - eine für einen Direktkandidaten und die andere für eine Partei. Vor vier Jahren hatte sich fast jeder vierte Springer (24,3 Prozent) dazu entschlossen, die Kreuzchen bei der Bundestagswahl per Briefwahl zu setzen. „Wenn die Entwicklung so weitergeht, dann toppen wir das“, sagt Kohlmeyer. Er rechnet damit, dass der Wert am Freitagabend um 18 Uhr, wenn das Briefwahllokal im Feuerwehrhaus schließt, bei mindestens 25 Prozent liegt. „Die 5000 knacken wir noch locker.“ Eine Prognose, ob damit auch die Wahlbeteiligung höher ausfalle als in den vergangenen Jahren, wagt der Stadtmitarbeiter nicht. „Ich glaube einfach, dass sich das Verhalten der Wähler ändert, nicht aber die Anzahl.“

Die Gründe, per Briefwahl abzustimmen, seien vielseitig. Die Menschen würden bequemer, flexibler und mobiler. Manche wollten sich den Sonntag für Unternehmungen freihalten, andere müssten arbeiten oder seien im Urlaub.

Sorgen macht sich Kohlmeyer indes darum, dass die Springer am Sonntag mit der falschen Wahlkarte auflaufen könnten. Weil die Landtagswahl gerade mal drei Wochen später stattfindet, liegen bei vielen Wählern bereits zwei Wahlbenachrichtigungsscheine auf dem Küchentisch, weiß der Wahlkoordinator. Das irritiere. Darum ruft er zur Achtsamkeit auf. Jeder Wähler sollte lieber zweimal hinschauen, welche Karte er am Sonntag tatsächlich mitnimmt.

Wer aber trotzdem die falsche Benachrichtigung eingesteckt oder sie gar ganz zu Hause vergessen hat, kann im Wahllokal auch ohne entsprechenden Wahlberechtigungsnachweis seine Kreuzchen setzen - vorausgesetzt, man kann sich mit einem Personalausweis oder einem anderen, mit Lichtbild versehenen amtlichen Pass ausweisen.

Bis Freitag, 18 Uhr, besteht noch die Möglichkeit für Stimmberechtigte, die Briefwahl vor Ort im Feuerwehrgerätehaus in Springe vorzunehmen. Wer am Sonntag, 24. September, seine Stimme abgeben will, hat von 8 bis 18 Uhr in den 38 Wahllokalen im Stadtgebiet die Chance dazu.

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