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Später und teurer

Springe Später und teurer

Der millionenschwere Neubau der Innenstadt-Sparkasse in Springe verzögert sich erneut. Erst in der vergangenen Woche sei die Baugenehmigung der Stadt eingegangen, erklärte Unternehmenssprecherin Renate Schmidt-Temmelmann gestern.

Springe. Nun haben die Nachbarn des geplanten Standorts am Oberntor die theoretische Gelegenheit, Widerspruch gegen das geplante Projekt einzulegen. Die Sparkasse hofft dann, im August endlich den ersten Spatenstich setzen zu können. Zurzeit laufen lediglich einige kleinere Abrissarbeiten hinter dem historischen Fachwerkhaus.

Dass die Sparkasse nicht glücklich ist über die Verzögerungen, daraus macht Schmidt-Temmelmann keinen Hehl: „Günstiger ist die Sache dadurch nicht geworden.“ Mehrere Millionen Euro sollen in die Sanierung und den Ausbau des 200 Jahre alten Hauses fließen, dass seit einem Feuer vor einigen Jahren leersteht. Alter und Lage des Gebäudes dürften auch eine Rolle beim aus dem Takt geratenen Zeitplan spielen: Schmidt-Temmelmann spricht von Bodengutachten, von vielen Punkten, die in Sachen Denkmal- und Brandschutz geklärt werden mussten.

Die Eröffnung der neuen Filiale hat das Unternehmen nun auf September 2017 geschoben: „Das heißt auch, dass wir ein Jahr länger Miete zahlen“, sagt die Sprecherin. Bis dahin bleibt die Sparkasse nämlich sowohl in der kleinen Filiale am Oberntor als auch im Hochhaus an der Bahnhofstraße - das Gebäude gehört seit einiger Zeit dem Hannoveraner Immobilienriesen Baum. Klar ist auch: Die Zukunft des maroden Betonklotzes bleibt noch länger ungewiss. Denn bevor die Sparkasse als Mieter nicht ausgezogen ist, wird kaum eine Entscheidung über Nachnutzung oder gar Abriss fallen.

So bald wie möglich sollen jetzt die Bauaufträge vergeben werden - die Sparkasse wolle dabei bevorzugt auf Handwerker aus Springe und Umgebung setzen, betont Schmidt-Temmelmann.

Geklärt ist unterdessen ein anderes Detail: Mit dem Eigentümer des Gebäudes zur Linken ist sich die Bank einig geworden: Kunden dürfen nach der Eröffnung der Filiale den schmalen Weg zwischen den Häusern benutzen, um vom Oberntor zum Parkplatz hinter dem benachbarten Dänischen Bettenlager zu gelangen. Dort nutzt die Sparkasse auch Stellflächen - und kam trotzdem nicht um eine bei Investoren ungeliebte Vorschrift herum: Sie musste der Stadt mehrere tausend Euro überweisen, um sich von der Pflicht freizukaufen, bei einem Neubau im Zentrum zusätzliche Parkplätze einzurichten.

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