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29-Jähriger aus Springe bespuckt Polizisten

Springe 29-Jähriger aus Springe bespuckt Polizisten

Zu einer saftigen Geldstrafe von 5600 Euro ist am Donnerstag ein 29-Jähriger vor dem Springer Amtsgericht verurteilt worden. Der Mann aus Springe hatte bei einer Ingewahrsamnahme gleich mehrere Polizeibeamte beleidigt und bespuckt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Springe. Die Vorfälle ereigneten sich vor rund zwei Jahren. Damals hatte der Springer in eine Schlägerei vor einem Club an der Friedrichstraße eingegriffen. Alle Beteiligten waren stark alkoholisiert. „Ich wollte bei der Prügelei Zivilcourage zeigen“, erklärte der Mann vor Gericht. Deshalb habe er einen der beiden Kontrahenten, der schwer verletzt am Boden lag, mit den Knien auf der Erde fixiert. Dabei soll er dem 28-jährigen Springer mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, als der versuchte, aufzustehen.

Das jedoch bestritt der Angeklagte. Er habe ihn nur festgehalten, sagte er. Der 28-Jährige, der als Nebenkläger auftrat, hatte zwar am Boden liegend Schläge wahrgenommen, wegen seiner zugeschwollenen Augen habe er aber niemanden erkennen können, erklärte er. Richterin Tanja Künnemann stellte diesen Tatvorwurf ein.

Als die Polizisten am Ort des Geschehens eintrafen, soll der Angeklagte gepöbelt haben. Als einer der Beamten den Mann mit einem Kollegen weiterschieben wollte, habe der versucht, ihn mit der Faust ins Gesicht zu schlagen, berichtete er. Daraufhin fixierten sie den Angeklagten und versuchten, ihn in den Polizeiwagen zu beordern. Ein anderer Kollege habe dann eine Kopfnuss im Brustbereich kassiert. Auf der Springer Polizeiwache soll der Angeklagte die Beamten beschimpft und versucht haben, sie zu bespucken. Auch gegen eine Blutentnahme wollte er sich durch Bespucken des Arztes wehren. „Es tut mir leid, ich wollte niemanden verletzen“, erklärte der Angeklagte. Er habe sich aber ungerecht behandelt gefühlt.

Geschuldet sei sein Verhalten auch dem ungewohnten Alkoholgenuss. Weil der Mann gut drei Stunden nach den Vorfällen noch einen Blutalkoholwert von 1,8 Promille aufwies, ging die Richterin von verminderter Schuldfähigkeit aus.

Von Annegret Brinkmann-Thies

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