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Polizei hebt Cannabisplantage aus

Springe Polizei hebt Cannabisplantage aus

Die Polizei hat eine Cannabisplantage in Springe ausgehoben. Zwei 19-Jährige hatten in ihrer Werkstatt nicht nur geschraubt, sondern auch 64 Pflanzen angebaut. Informationen von Zeugen riefen die Polizei auf den Plan, die die kleine Plantage am Mittwoch kurzerhand stilllegte.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Springe. Handwerkliches Geschick haben sie wohl, die beiden 19-Jährigen - zumindest hat einer von ihnen in Springe eine Werkstatt. Dort schraubte der junge Mann aber nicht nur: Er baute zusammen mit einem gleichaltrigen Helfer auch Cannabis an. Das rief jetzt die Polizei auf den Plan, die die kleine Plantage kurzerhand stilllegte.

Wie Kripochef Hartmut Retzlaff berichtete, durchsuchten Beamten am Dienstag die Werkstatträume. Sie entdeckten in einem Nebenraum die professionell betriebene Zuchtanlage.

Auf den 19-Jährigen waren die Polizisten bei zahlreichen Kontrollen in den vergangenen Wochen aufmerksam geworden. Dabei, so Retzlaff, seien immer wieder Jugendliche mit Cannabis erwischt worden. Deren Aussagen und weitere Nachforschungen brachten die Ermittler schließlich auf die Spur des Werkstattinhabers: „Er hat die Jugendlichen offenbar mit den Betäubungsmitteln versorgt“, so der Kripoleiter.

Insgesamt stellten die Polizisten in der Werkstatt 14 Cannabispflanzen sicher. Diese hätten bereits geblüht und wären demnächst erntereif gewesen. Weitere 50 Pflanzen waren schon angezüchtet. „Sie hätten nach der nächsten Ernte zur Verfügung gestanden“, sagte Retzlaff. Dazu wird es jetzt nicht mehr kommen: Die Ermittler stellten sämtliche Pflanzen sicher - genauso wie Geld, das vermutlich aus den Drogengeschäften der befreundeten Männer stammt. Die beschlagnahmten Pflanzen haben die Polizisten in ihrem Kommissariat zum Trocknen aufgehängt. Erst danach kann der Gehalt des Wirkstoffs THC bestimmt werden. Ab einer bestimmten Grenze können sich die Beschuldigten laut Polizei nicht mehr auf den Anbau zum Eigenbedarf berufen.

Die jungen Männer müssen zusätzlich zu den strafrechtlichen Ermittlungen auch auf ihre offenbar nicht ganz günstige Ausrüstung verzichten: Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hannover bauten die Beamten die Plantagen-Gerätschaften ab. „Nach Angaben der Beschuldigten hat das Equipment einen Wert von rund 3000 Euro“, sagte Retzlaff.

Die Männer setzten die Beamten erst mal wieder auf freien Fuß. Sie werden sich wohl bald wegen ihres Drogenanbaus vor der Justiz verantworten müssen.

von Christian Zett

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