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Für den kleinen Geldbeutel

Springe Für den kleinen Geldbeutel

Anfang 2016 könnte in Springe ein Soziales Kaufhaus eröffnen: Tafel-Vorsitzender Uwe Lampe sucht dafür nun Unterstützer. Einen Standort hat er bereits ins Auge gefasst: Den ehemaligen Plus- Supermarkt am Niederntor.

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„Der einzige kleine Nachteil wäre, dass wir keine Schaufenster haben, aber alles andere ist perfekt“: Uwe Lampe vor dem ehemaligen Supermarkt am Niederntor, wo das Soziale Kaufhaus einziehen könnte. 

Quelle: Schüller

Springe. Barsinghausen hat eins, Bad Münder ebenfalls. Bald soll auch Springe ein Soziales Kaufhaus haben. Zumindest, wenn es nach Uwe Lampe geht. Der ehemalige SPD-Ratsherr ist durch seine Arbeit als Vorsitzender der Springer Tafel darauf aufmerksam geworden, dass es in der Deisterstadt Bedarf nach einer solchen Einrichtung gibt. Dem Tafel-Team seien regelmäßig auch Haushalts- oder Elektrogeräte angeboten worden - die er nicht annehmen konnte.

Lampe recherchierte, besuchte ähnliche Läden in der Region und sprach Anfang des Jahres sogar mit dem verstorbenen Bürgermeister Jörg-Roger Hische über seine Absicht, in Springe ein Soziales Kaufhaus zu eröffnen. Der sei von der Idee sofort begeistert gewesen. Nun hat Lampe sogar die passenden Räume für das Projekt gefunden: im ehemaligen Plus- Supermarkt am Niederntor. Das Einzige, was nun noch fehlt, ist ein Trägerverein, der zusammen mit ihm seine Pläne realisieren will.

„Ich kann mir ein ähnliches Konzept wie in Barsinghausen vorstellen“, sagt Lampe. Es sei wichtig, dass das gesamte Sortiment angeboten wird. Möbel, Elektroartikel, Spielzeug - im Grunde alles, was keine Lebensmittel sind.

Das Soziale Kaufhaus soll eine Anlaufstelle für alle sein. Dabei sei es unerheblich, ob jemand bedürftig ist oder nicht. „Deshalb gefällt mir der Name Bürgerkaufhaus eigentlich noch besser“, sagt der Springer. Wichtig ist Lampe, dass ein solches Geschäft nicht als Konkurrenz zum Kleiderladen oder dem Möbellager fungieren soll, sondern vielmehr als eine Schnittstelle. Beide Einrichtungen wüssten von den Plänen. Ebenso seien Stadt und auch die Springer Werbegemeinschaft informiert.

„Ich bin mit dem Vermieter des alten Plus-Markts am Niederntor in Kontakt“, sagt Lampe. Der könne sich vorstellen, die Räume für diesen Zweck bereitzustellen.

Das Konzept des Ladens basiert dabei darauf, dass Menschen Möbel oder Hausrat, der nicht mehr benötigt wird, aber noch in gutem Zustand ist, an die Einrichtung verschenken. Das Soziale Kaufhaus versieht die einzelnen Artikel dann mit Preisen und verkauft diese wieder. „Daraus generieren sich die Einnahmen“, so Lampe. Auch das Springer Jobcenter ist bereits informiert. Es wird sich bei der Suche nach geeigneten Arbeitskräften engagieren. „Geplant ist, rund 20 Stellen mit Personen aus dem dritten Arbeitsmarkt zu besetzen“, sagt Lampe. Sie werden über entsprechende Modelle des Jobcenters finanziert.

Dazu gehören neben zwei Personen für die Geschäftsführung auch Verkäufer und Fahrer, die beispielsweise Möbel bei den Anbietern abholen. „Die Angestellten bekommen Geld für ihre Arbeit“, stellt Lampe klar. Doch bevor es um diese Details geht, muss ein Trägerverein gegründet werden.

Vier bis fünf Personen hätten bereits Interesse bekundet, in einem solchen Verein die Planung zu übernehmen, Mietverträge zu unterschreiben und beim Umbau der Räumlichkeiten zu helfen. „Es wäre klasse, wenn wir vielleicht noch zwei oder drei weitere Menschen für das Projekt begeistern könnten“, sagt Lampe. Eine Eröffnung des Kaufhauses sei Anfang nächsten Jahres möglich.

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