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Autofahrer sollten ab sofort genau darauf achten, dass ihre Parkscheibe vorschriftsgemäß auf dem Armaturenbrett liegt. Denn die Stadt hat jetzt einen Mitarbeiter eingesetzt, der sich ausschließlich um die Verteilung von Knöllchen kümmert.

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Ab sofort häufig zu sehen: Ein Mitarbeiter der Stadt ist für die Überwachung der Parkregeln zuständig.

Quelle: Mischer

Springe. Zuletzt wurde die Aufgabe nur sporadisch wahrgenommen. Fachdienstleiter Werner Mosch hofft auf Einnahmen von bis zu 20 000 Euro jährlich. „Die Zeiten, in denen Falschparker darauf hoffen konnten, dass sie nicht erwischt werden, sind vorbei“, sagt Mosch. Der neue Mitarbeiter, der vorher einer anderen Aufgabe in der Stadtverwaltung nachgegangen war, soll jetzt seinen neuen Dienst antreten.

„Er soll sich dabei auf alle Bereiche konzentrieren, in denen es ein hohes Verkehrsaufkommen gibt“, beschreibt Mosch den Aufgabenbereich: Die Kernstadt werde dabei ebenso von ihm unter die Lupe genommen wie alle größeren Orte. Mosch: „Gerade Völksen, Eldagsen und Gestorf, wo es viel Durchgangsverkehr gibt, wird er auch im Auge behalten.“ Zudem sollen immer wieder Schwerpunktkontrollen an Stellen gemacht werden, die fürs Parken besonders ungeeignet sind: etwa vor Bushaltestellen oder Feuerwehrzufahrten.

Wilko Struckmann, Chef des Werbe- und Informationsringes der Stadt und damit Vertreter des größten lokalen Einzelhandelsverbandes, begrüßt „die Entscheidung der Stadt, sich über die Parksituation Gedanken zu machen“. Struckmann hofft allerdings, „dass die Kontrollen mit Augenmaß durchgeführt werden“ - und er signalisiert der Stadt gegenüber Gesprächsbereitschaft, was eine Verbesserung der Parksituation in der City angeht. Die Verwaltung hofft, dass sich die neu geschaffene Stelle mittels der Einnahmen aus den Verwarngeldern selbst trägt. Die Einnahmen darf sie behalten.

Schlechter steht Springe da, wenn Falschparker die Summe nicht binnen der Wochenfrist zahlen. Dann wird aus dem Verwarngeld ein Bußgeld - und die Region startet ein Verfahren. Das ist generell teurer als eine Verwarnung - landet aber nicht in der Stadtkasse, sondern bei der Region. Wer die Parkscheibe vergisst oder überzieht, zahlt bis zum Ablauf einer halben Stunde 10 Euro, wenn bis zu einer Stunde vergangen ist, werden 15 Euro fällig, ab drei Stunden 30 Euro.

Von Ralf T. Mischer

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