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Orthopäde bleibt am Klinikum

Springe Orthopäde bleibt am Klinikum

Mehr als hundert Mal hat Peter Neiseke gehört, dass er bald seine Praxis in Springe schließt. Wenn in wenigen Tagen im benachbarten Krankenhaus das Licht ausgeht, müsse auch er seine Koffer packen. „Es gibt leider die wildesten Gerüchte“, bedauert Neiseke. „Fakt ist: Ich bleibe.“

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Peter Neiseke betreibt seit drei Jahren eine Praxis im früheren Verwaltungstrakt des Krankenhauses. Der Mietvertrag ist nicht gekündigt worden - und der Orthopäde kann auch die Röntgenanlage im Klinikum weiternutzten.

Quelle: Scheffler

Springe. Der langfristige Mietvertrag, den der Orthopäde mit der Klinikum Region Hannover abgeschlossen hat, besteht weiterhin. „Und ich habe auch die Zusage, dass ich nach wie vor die Röntgenanlage des Klinikums nutzen kann.“ Der Orthopäde hatte seine Praxis vor drei Jahren vom Sparkassen-Hochhaus in der Bahnhofstraße ans Krankenhaus verlegt. Dort stand der frühere Verwaltungstrakt leer. „Eine eigenständige Praxis in einem eigenständigen Gebäude“, betont der Mediziner.

Seitdem klar ist, dass die Klinikum Region Hannover ihr Krankenhaus in Springe schließen will, hat Neiseke immer mehr verunsicherte Patienten vor sich. Auch er war sich bis zuletzt nicht hundert Prozent sicher, ob Veränderungen auf ihn zukommen. Jetzt wurde ihm zugesagt, dass der Vertrag bestehen bleibt, inklusive der Röntgengeräte-Nutzung.

Der 47-Jährige hat früher als Oberarzt im Klinikverbund Springe-Gehrden gearbeitet. Er ist Unfallchirurg und Orthopäde, hat bis zuletzt im Krankenhaus in der Endoprothetik (künstliche Hüft- und Kniegelenke) gearbeitet. Weil Neiseke vermutet, dass künftig mehr Patienten mit Brüchen in seine Praxis kommen, hat er seine Sprechzeiten verlängert: Morgens fängt er eine halbe Stunde früher an. „Und wir haben auch im Lauf des Tages bewusst Kapazitäten für unfallchirurgische oder orthopädische Akutbehandlungen geschaffen.“

Selbst wenn der Mietvertrag eines Tages nicht verlängert werde: „Der Standort Springe steht für mich außer Frage“, betont Neiseke. „Ich fühle mich an den Ort gebunden und beabsichtige nicht einmal ansatzweise zu gehen.“

Von Marita Scheffler

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