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Privatinitiative für 30-Zone

Springe Privatinitiative für 30-Zone

Bewohner des Diakoniezentrums an der Jägerallee haben sich zu einer Privatinitiative zusammengeschlossen und sammeln Unterschriften. Ihr Anliegen: Sie möchten auf einem Teilstück des Hamannsbruchs eine Tempo-30-Zone und einen Zebrastreifen erhalten.

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„Dass hier noch keine schweren Unfälle passiert sind, ist ein Wunder“: Trotz der Verkehrsinsel haben Dieter Hess (links) und Armin Badel Mühe, den Hamannsbruch zu überqueren. Sie fordern eine Tempo-30-Zone und zwei Zebrastreifen am Diakoniezentrum.

Quelle: Scheffler

Springe. Auch auf der Jägerallee sei ein Zebrastreifen dringend erforderlich, damit die Senioren sicher die Straße überqueren könnten.

„Die Situation ist nicht länger tragbar und zu verantworten“, schreiben Dieter Hess (78) und Armin Badel (87) in einem Brief, den sie Baudirektor Reinhard Schade und dem Vorstand des Diakoniewerks „Kirchröder Turm“ geschickt haben. Zahlreiche Bewohner der Einrichtung - in dem Diakoniezentrum leben rund 250 Personen - seien gehbehindert. Egal, ob zu Fuß, mit dem Rollator oder E-Scooter - sie gelangen nur langsam von einer Fahrbahnseite auf die andere und „übersehen dann oft die zweite Straßenhälfte, auf der schneller Verkehr anrollt, der nicht abbremst“.

Die Situation wäre unproblematisch, würden in der Jägerallee und dem Hamannsbruch, der die Jägerallee mit dem oberen Kurzen Ging verbindet, nur 50 Stundenkilometer gefahren werden.

„Vor allem der Hamannsbruch hat sich aber mittlerweile zu einer Rennstrecke der schlimmsten Art entwickelt“, klagt Hess. 70 bis 80 Stundenkilometer seien Standard, „einige Motorradfahrer schaffen sogar bis zu 130. Die machen hier regelrechte Rennen.“ Besonders schlimm sei es während der Stoßzeiten der Berufstätigen, morgens zwischen 6 und 9 Uhr sowie nachmittags ab 15 Uhr. „Da beschleunigen die Pkw ab der Jägerallee hemmungslos.“

Leider interessiere sich die Polizei bislang kaum für das Problem, monieren die beiden Senioren. „Dabei dürfte die Fangquote erheblich sein. Und es würde sich unter den Autofahrern sehr schnell herumsprechen, dass man sich auch auf dieser Strecke an die Vorschriften halten muss.“

Langfristig müsse der Bereich durch das Einrichten einer 30- Zone entschärft werden. Es würde genügen, wenn die Beschränkung für ein 200 Meter langes Teilstück gelten würde, hat Hess ausgerechnet. „Ein Autofahrer braucht dann 1,5 Sekunden mehr, das ist zumutbar.“

In ihrem Brief fordern die beiden Männer außerdem zwei Zebrastreifen. Der eine solle die Verkehrsinsel am Hamannsbruch zwischen Diakoniezentrum und den Kleingärten ersetzen. Der andere ist aus ihrer Sicht wenige Meter entfernt auf der Jägerallee, in Höhe des Lehrgangswerks Haas, notwendig.

Von Marita Scheffler

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