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Zu Gast bei Naturmenschen

Springe Zu Gast bei Naturmenschen

Der Wettbewerb Klimafreundlicher Garten ist im vollen Gange. Der naturnahe Garten von Karin Grunwald und Thomas Maneke hat es bis ins Finale Geschafft und punktet vor allem mit seiner Pflanzenvielfalt.

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Karin Grunwald verbringt gerne Zeit in ihrem Garten. „Hier atme ich auf“, sagt sie.

Quelle: Schüller

Alvesrode. Der Duft von Lavendel und Rosen liegt in der Luft, Spatzen sitzen in den Zweigen der Fliederbäume und zwitschern vor sich hin. Überall zwischen den Gräsern, Sträuchern und Blumen scheint es zu summen und zu brummen. Mittendrin in dem Farbenmeer aus Grün, Rosa und Gelb steht Karin Grunwald. Und sie hat Besuch mitgebracht. Gärtner Edward Paprotny, Imker Bernhard Jaesch, Michael Borgolte vom Naturschutzbund und Springes Klimaschutzmanagerin Katrin Härtel schauen sich als Jury sieben Gärten in Springe und Umgebung an, die heiße Anwärter sind auf den Titel „Klimafreundlicher Garten“. Und Karin Grunwald aus Alvesrode hat es mit ihrem Mann Thomas Maneke in die Endrunde des städtischen Wettbewerbs geschafft.

„Wenn alle Gärten so aussehen würden, müssten wir Imker uns keine Sorgen mehr um den Fortbestand der Bienen machen“, schwärmt Jaesch. Der Imker ist jedoch nicht der Einzige, der sichtlich angetan von der grünen Oase ist, die sich hinter dem mehr als 100 Jahre alten Haus verbirgt.

Seit 15 Jahren leben Grunwald und Maneke in Alvesrode. Und für die beiden stand von Anfang an fest, dass sie einen lebendigen Garten haben wollen. Soll heißen: einen Garten, der nicht nur schön aussieht, sondern auch für Tiere attraktiv ist.

„Mein Mann und ich sind schon immer Naturmenschen gewesen“, sagt Grunwald. Ein Garten, der aus einem geraden gepflasterten Weg, einer Rasenfläche und ein paar Buchsbäumen besteht, sei für sie nie infrage gekommen. Stattdessen haben die beiden darauf geachtet, dass sie von den in ihrem Garten blühenden Pflanzen auch einen Mehrwert haben. So stellt die Alvesröderin etwa Öle und Marmeladen aus den unterschiedlichen Früchten und Kräutern her.

Einen konkreten Plan, wie ihr Garten einmal im Detail aussehen soll, hatte das Ehepaar nicht, als es in Alvesrode einzog. „Das kam alles so nach und nach“, sagt Grunwald. Das Schöne an ihrem Garten sei, dass er sich immer verändert - und das nicht nur während der verschiedenen Jahreszeiten. Die Natur solle sich bei ihnen frei entfalten, sagt sie: „Mich macht es einfach glücklich, wenn ich abends hier auf der Terrasse sitze und das bunte Treiben beobachte.“ Auch der Jury gefiel der Garten sichtlich. „So stellen wir uns das vor“, sagt Michael Borgolte. Mit dem Hausbau habe man der Natur ein Stück genommen, auf diese Weise gebe man ihr etwas zurück. Bald sollen die Sieger gekürt werden.

Von Jennifer Schüller

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