Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Stadt kassiert kostenlose Parkplätze

Springe Stadt kassiert kostenlose Parkplätze

Die Stadt dreht ihre umstrittenen Park-Erleichterungen in der Innenstadt zurück: Ab sofort gilt an der Burgstraße wieder ein Zwei-Stunden-Limit.

Voriger Artikel
Gutachter will Gestorfs Schule schließen
Nächster Artikel
Zwei Biker nach Kollision schwer verletzt

Manchmal wird’s hier eng: Die Stadt hat deshalb die Straße Im Kleinen Felde in Sachen Parkplatz-Probleme im Visier.

Quelle: Zett

Springe. Auch Im Kleinen Felde beim Bahnhof wird die Parkzeit nach Anliegerprotesten beschränkt; in der Bahnhofstraße bleibt alles, wie es ist. Trotzdem will man im Rathaus die Lage beobachten: Insbesondere rund um die Berufsbildenden Schulen würden die Stellflächen immer knapper.

Es war ein Versuch, der für mächtig Kritik sorgte: Im Mai ließ die Stadt die Parkschilder an der Burgstraße abhängen. Und erklärte, auch an der Bahnhofstraße die Beschränkungen zu prüfen. Hintergrund sei nicht nur der Versuch, den Schilderwald zu lichten. Auch gebe es immer weniger Geschäfte, für deren Kunden die Regelungen eigentlich Parkplätze schaffen sollen.

Doch die Gegenwehr war groß: Es hagelte Beschwerden im Ortsrat. Und im Springer Stadtrat schimpfte CDU-Vertreter Tim Schmelzer - selbst betroffener Anwohner - auf den Versuch. Und erntete Zustimmung von Rathauschef Gerd-Dieter Walter. Der räumte denn auch auf Anfrage ein: Der Versuch sei erst mal auf Eis gelegt - „zumindest vorläufig“. Die Schilder bleiben an der Burg- und an der Bahnhofstraße stehen. Im Kleinen Felde, wo aus Sicht der Anwohner zahlreiche S-Bahn-Pendler parken, sollen demnach unter anderem gezackte Linien auf der Fahrbahn ein Parkverbot signalisieren.

Auch wenn der erste Versuch nach fünf Monaten zurückgedreht wird: Aus den Augen verlieren will die Stadt das Thema nicht, sagt Walter. Man wolle weiter auf Bürgeranregungen reagieren. Auch der Mitarbeiter, der inzwischen verstärkt Knöllchen verteilt, soll mögliche Probleme identifizieren.

Eine kritische Ecke hat Walter bereits ausgemacht: Rund um die Berufsbildenden Schulen ist mitunter kaum ein Parkplatz zu finden. „Wir beobachten, dass immer mehr Schüler von außerhalb das Auto nehmen statt der S-Bahn“, sagt der Rathauschef. So seien nicht nur die Nebenstraßen zugestellt, sondern auch etwa der Museumshof. Besonders, wenn freitags der große Wochenmarkt lockt, werden zentrale Parkplätze mitunter Mangelware. Die Situation sei „erträglich“, werde aber mit zunehmendem Autoverkehr nicht leichter. Dass auch rund um das Bildungszentrum des Einzelhandels (BZE) am Kurzen Ging zahlreiche auswärtige Schüler parken, ist laut Walter weniger gravierend: Zum einen gehe es dort um kürzere Phasen. Zum anderen gebe es rund um das BZE mehr Einfamilien- und Reihenhäuser mit eigenen Parkflächen als mitten in der Stadt.

In jedem Fall sollen die gerade wieder verstärkten Kontrollen aufrechterhalten werden: „Allerdings unregelmäßig und an wechselnden Orten - so, dass sich niemand daran gewöhnt“, kündigt Walter an. Nicht akut zur Diskussion stehen weiterhin drei Innenstadt-Parkzonen - sie sind alle beliebt bei den Autofahrern: An der Fünfhausenstraße rund um Rossmann und Kik ist die Zwei-Stunden-Regelung aus Sicht der Stadt genauso notwendig wie auf der Parkpalette Nordwall und im Bereich Niedern- und Oberntor.

von Christian Zett

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.