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Springe pocht auf Mindestabstände bei Windparks

Zwei Städte, zwei Meinungen Springe pocht auf Mindestabstände bei Windparks

Die Planungsunterlagen liegen auf dem Tisch, die Stellungnahme der Stadt Springe jetzt auch: Bad Münder will an der Grenze zu Springe einen Windpark bauen. Doch Springe kritisiert die zu geringen Mindestabstände zu Wohnhäusern.

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Hier könnten sich bald Windmühlen drehen: Vier sogenannte Potenzialflächen liegen an der Grenze zu Springe.

Quelle: Mischer

Springe. Die Windenergieflächen würden südlich der S-Bahnstrecke Hannover-Hameln entstehen und an die Kernstadt Bad Münder im Westen, die Kernstadt Springe im Nordosten und Altenhagen I im Südosten angrenzen. Insbesondere das Gehöft im Bereich „Spannbreite“ würde den vorgeschriebenen Abstand um 75 Meter unterschreiten. Hier pocht die Stadt darauf, dass der von der Region vorgesehene Abstand von 600 Metern eingehalten wird.

Auch die Distanz zum Wald unterscheidet sich in den Vorgaben des Landkreises Hameln-Pyrmont von jenen der Region. Die Stadt besteht darauf, dass dort, wo Springer Gebiet betroffen ist, die hiesigen Regeln zugrunde gelegt werden.

Die Einschätzung der Stadt Springe sieht auch beim Thema Erholungsnutzen anders aus als die Bad Münders - etwa bei den Sichtachsen. Im Bezug zur Deisterpforte seien Beeinträchtigungen im Springer Bereich nicht ausreichend berücksichtigt worden.

Ähnliches Bild beim Artenschutz: Ein Rotmilan-Brutplatz am Osterberg liegt demnach zu nah an der für die Windenergie ausgewiesenen Teilfläche 2. „Die Nichteinhaltung eines solchen Mindestabstands kann zu einer signifikanten Erhöhung des Kollisionsrisikos führen“, sagt die Stadt.

Am Dienstag, 26. Januar, entscheiden sowohl der Ortsrat als auch der Umweltausschuss über die Stellungnahme der Stadt. Beide Sitzungen sind öffentlich. Im Februar nimmt sich dann der Verwaltungsausschuss des Themas an.

Von Ralf T. Mischer

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