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Springer Ortsrat ist sich bei Flüchtlingsunterkünften uneinig

Springe Springer Ortsrat ist sich bei Flüchtlingsunterkünften uneinig

Eine geeignete Fläche für den Bau von Flüchtlingsunterkünften zu finden, ist für die Stadt eine echte Herkulesaufgabe. Zu weit vom Zentrum weg oder doch zu nah, zu laut, zu klein, zu groß - Unstimmigkeiten wird es wohl an jeder Stelle geben.

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In Springe gestaltet sich die Suche nach geeigneten Flächen für Flüchtlingsunterkünfte schwierig.

Quelle: Andreas Gebert/dpa

Springe. Wie zwiegespalten die Springer sind, zeigte auch das Votum des Ortsrates gegen die Prüfung der Fläche am Kalkwerk. Da der Planungs- und Umweltausschuss nur seine Zusage erteilt, wenn der Ortsrat ebenfalls für eine mögliche Bebauung stimmt, muss die Verwaltung zusehen, wie sie mit der Entscheidung umgeht. Bauchef Reinhard Schade erklärte gestern auf Anfrage: „So einen Fall hatte ich bisher noch nicht.“ Die Frage sei nun, ob er trotz des Votums das Thema in den Verwaltungsausschuss gebe. Das sei noch nicht entschieden.

Bürgermeister Christian Springfeld betonte bei der Sitzung des Ortsrates, dass die Stadt bis Ende April laut Verteilungsquote 341 Flüchtlinge aufnehmen muss. Derzeit sei eine dezentrale Lösung nicht mehr möglich. „Es ist aber unsere Pflicht, die Flüchtlinge unterzubringen“, erinnerte Springfeld. Reinhard Schade erklärte, dass es nur eine kleine Anzahl städtischer Flächen gebe, die überhaupt für eine eventuelle Bebauung infrage kommen. Da die Stadt kleine Wohneinheiten bevorzuge, um keine „Ghetto-Bildung“ zu verursachen, reiche die Fläche am Kalkwerk aus. „Große Häuser bringen meistens auch größere Probleme mit sich“, so Schade. Außerdem sei es sinnvoll, die Flüchtlinge nah am Zentrum unterzubringen, damit eine Integration gelinge.

Marita Kürsten (SPD) bemängelte am Kalkwerk-Grundstück, dass die benachbarte Bahnstrecke zu laut sein könnte. Auch die CDU äußerte Bedenken und sieht eher Potenzial auf anderen Grundstücken. Lars Jungfer (Grüne) sprach von einer „Phantom-Diskussion“: Wenn Kritik an dem Grundstück geäußert werde, müssten konkrete Ideen erfolgen.

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