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St. Andreas will neues Gemeindehaus bauen

Springe St. Andreas will neues Gemeindehaus bauen

Auf dem Schotterparkplatz an der Ecke Burgstraße/Echternstraße soll ein neues Gemeindehaus für die St.-Andreas-Gemeinde entstehen. Der Kirchenvorstand hat bereits Pläne ertellt, wartet aber noch auf grünes Licht vom Kirchenkreis.

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„Wir müssen uns jetzt Gedanken machen, was unsere Gemeinde in der Zukunft braucht“: Pastor Klaus Fröhlich und die Vorsitzende des Kirchenvorstands, Karin Müller-Rothe, vor dem Parkplatz, auf dem das neue Gemeindehaus entstehen soll. Fotos: Scheffler (2)

Springe. Die Pläne liegen schon seit 40 Jahren in der Schublade. In regelmäßigen Abständen haben die Kirchenvorstände von St. Andreas die Skizzen hervorgezogen und überarbeitet. Nun sei die Zeit reif, um aus der Idee tatsächlich ein Gebäude zu formen, sagt Pastor Klaus Fröhlich: Auf dem bisherigen Schotterparkplatz an der Ecke Burgstraße/Echternstraße wollen die Gläubigen ein neues Gemeindehaus errichten.

Fröhlich spricht von einem Sanierungsstau. Sowohl am bisherigen Gemeindehaus als auch an dem Pfarrhaus und dem Pfarrwitwenhaus nage der Zahn der Zeit. „Wir müssen uns jetzt Gedanken machen, was unsere Gemeinde im Jahr 2050 braucht“. In jedem Fall gehöre ein Kindergarten dazu, betont die Vorsitzende des amtierenden Kirchenvorstandes, Karin Müller-Rothe: „Der steht für uns an erster Stelle. Kinder sind unsere Zukunft.“

Bebaut werden soll der kleine Parkplatz gegenüber dem Museum und dem Rathaus. Das trapezförmige Grundstück befindet sich seit Anfang der Siebzigerjahre im Besitz der St.-Andreas-Gemeinde. Weil es direkt an der Kirchenmauer liegt, gab es schon damals den Wunsch, dort ein modernes Pfarrhaus zu errichten. Später sei auch über einen kleinen Park beziehungsweise einen Kloster- oder Meditationsgarten nachgedacht worden, erinnern sich Fröhlich und Müller-Rothe. Es blieb jedoch über all die Jahre bei Gedankenspielen. „Gottes Mühlen mahlen manchmal langsam“, kommentiert Müller-Rothe lachend.

Den Grundsatzbeschluss für den Neubau hat der Kirchenvorstand vor einem Dreivierteljahr gefasst. Hinter den Kulissen arbeiten die Ehrenamtlichen engagiert, die schriftliche Zusage des Bauausschusses vom Kirchenkreis - der die Pläne für gut befinden muss - haben sie aber noch nicht. Die Finanzierung ist deshalb noch offen. Ob es für das Großprojekt Zuschüsse gibt, wisse man derzeit nicht, sagt Müller-Rothe.

Rund um die stadtprägende St.-Andreas-Kirche, Baujahr 1454, stehen mehrere historische Pfarrgebäude. Ausgerechnet das jüngste von ihnen hat den schlechtesten Zustand: das Gemeindehaus. Pastor Klaus Fröhlich spricht vom „Charme der Fünfzigerjahre“, der nicht mehr zu den heutigen Anforderungen passe. Die Küche und der Toilettentrakt sind nicht ebenerdig zu erreichen, ein zweiter Saal fehle, und die Kellerräume seien so feucht, dass sie eigentlich nicht mehr genutzt werden können, ergänzt Müller-Rothe.

Das derzeitige Gemeindehaus ist aber nicht das einzige Sorgenkind. Das Pfarrhaus an der St.-Andreas-Straße sei „wunderschön, aber wenig zweckmäßig und schwer zu beheizen“. In dem Gebäude befinden sich die Pastorenwohnung und das Pfarrbüro. Der kleine Kindergarten ist in dem benachbarten hübschen Pfarrwitwenhaus untergebracht, für das die Gemeinde schon seit Jahren keine Zuschüsse von übergeordneten Stellen mehr erhält. „Das Haus ist ein kleines Schätzchen. Aber es müsste kernsaniert werden“, führt Müller-Rothe aus.

Selbst dann wäre es aber wohl kaum möglich, dort eine größere Kita unterzubringen, „dabei sind wir mit nur 20 Kindern, die wir derzeit haben, nicht zukunftsfähig“, so Müller-Rothe. Die Stadt Springe begrüße die Vergrößerungspläne, sagt die Vorsitzende des Kirchenvorstands: „Der Bedarf an weiteren Kindergartenplätzen ist da.“

Im neuen Gemeindehaus soll neben den Gemeinschaftsräumen auch Platz für die Pastorenwohnung und das Pfarramt sein. Der Kindergarten könnte ins alte Gemeindehaus ziehen, das vorab komplett umgebaut werden müsste. Einen konkreten Zeitplan für den Neubau auf dem Parkplatz können die Kirchenvertreter nicht vorlegen. Vorsichtig sprechen sie von einem ersten Spatenstich in drei bis sieben Jahren. Angesichts der ausstehenden Entscheidung wurden die dringend notwendigen Renovierungsarbeiten am alten Gemeindehaus bereits vorerst gestrichen.

Von Marita Scheffler

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