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Stadt Springe lehnt Millionenangebot ab
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Springe Stadt Springe lehnt Millionenangebot ab

Das Angebot klang verlockend: Einen zweistelligen Millionenbetrag hat ein Kaufinteressent für den Springer Stadtforst geboten. Doch der Verwaltungsausschuss lehnte ab.

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„Der Forst wird in städtischer Regie bleiben“, so Bürgermeister Jörg-Roger Hische. (Archivbild)

Quelle: Hagemann

Springe. Ein Makler aus der Region hatte dem Vernehmen nach die Diskussionen um die Haushaltskonsolidierung in Springe verfolgt und der Stadt das Angebot gemacht, ihren Wald zu kaufen oder zu pachten. Bürgermeister Jörg-Roger Hische sagte am Donnerstag, über das Thema sei jetzt im Verwaltungsausschuss diskutiert worden. „Der Forst wird in städtischer Regie bleiben“, sagte Hische. Die Beweggründe erläuterte er nicht. Hische zufolge hatte der Interessent sein Angebot von vor etwa vier Jahren nun überboten.

Nach Informationen des Deister-Anzeigers gab es Kritiker, die darauf hinwiesen, dass die Stadt nicht mehr viel von dem habe, was landläufig als Tafelsilber bezeichnet wird. Dies könne man eben nur einmal veräußern. Auch die Einnahmen auf dem Waldfriedhof, der im Stadtforst liegt, sollen ein Argument gewesen sein. Hinzu kommt: Eine Einnahme in zweistelliger Millionenhöhe verringere zwar das Defizit im Haushalt, wecke aber auch neue Begehrlichkeiten.

Der Stadtforst hat 2012 ein vierstelliges Plus gemacht. Der 717 Hektar große Wald, etwa so groß wie 525 Fußballplätze, legt sich wie ein Hut um die Kernstadt und erstreckt sich von der Deisterpforte bis zum Annaturm, in östlicher Richtung weiter bis zum Taternpfahl und dann südlich bis zur Deisterhütte. Im Forst sind dreieinhalb Mitarbeiter sowie Saisonkräfte beschäftigt. Wie ihre Weiterbeschäftigung bei einem Verkauf oder einer Verpachtung aussieht, blieb gestern unklar. Stadtförster Bernd Gallas wollte keine öffentliche Stellungnahme abgeben.

Jürgen Kohlenberg (CDU), Vorsitzender des Planungs- und Umweltausschusses, verwies auf den Beschluss seiner Fraktion, den Stadtwald zu erhalten. Von einem jahrhundertealten Erbe könne sich die Stadt nicht einfach so verabschieden, sagte er. Die Stadt Bad Münder musste: Sie hatte 2011 den Verkauf der Forst für eine Million Euro an die Reihebürgerschaft besiegelt.

Andreas Zimmer

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