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Stadt nutzt Jamie-Lee-Ruhm nicht

Springe/Bennigsen Stadt nutzt Jamie-Lee-Ruhm nicht

200 Millionen Menschen weltweit schauen am Sonnabend einer Springerin zu: Jamie-Lee Kriewitz singt beim Eurovision Song Contest in Stockholm. Doch weder die Stadt noch der Handel nutzen den Ruhm für sich.

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Jamie-Lee Kriewitz in Stockholm.

Quelle: dpa

Springe/Bennigsen. Werbegemeinschafts-Vertreter und Einzelhändler schütteln auf Anfrage den Kopf: Niemandem ist ein Produkt, ein Lebensmittel, ein Fanartikel, ein Kleidungsstück bekannt, mit dem sich Geschäfte an der momentan bekannteste Tochter der Stadt orientieren. Und die Stadt? Sie tue, was sie kann, sagt Bürgermeister Christian Springfeld. Aber: Sie habe nicht wie Hannover eine Marketingfirma im Hintergrund, die „zum Beispiel die ganze Stadt mit Jamie-Lee-Fahnen schmückt“. Das Budget Springes lasse keine großen Aktionen zu. Stattdessen unterstütze man jeden, der selbst etwas machen wolle. Und plane schon mal einen Termin, an dem sich Jamie-Lee ins Goldene Buch der Stadt eintragen soll.

Zwei Privatleute nehmen es also auf sich, mit Aktionen die Trommel zu rühren. Michael Jordan von Carat Events bittet am Sonnabend ab 16 Uhr auf den Marktplatz zum Public Viewing. „Wann hat Springe schon mal die Gelegenheit, dass ein Talent aus der Region an so einer Veranstaltung teilnehmen kann?“, sagt er. Um 16 Uhr geht es los, ab 17 Uhr findet ein Malwettbewerb statt. „Wer will, kann Spiele mitbringen, Decken, Klappstühle, Liegen oder ein Sofa - lasst uns den Marktplatz zum großen Wohnzimmer machen.“ Wegen Lärmauflagen muss ab 23 Uhr auf die Lautstärke geachtet werden.

Parallel findet in Bennigsen im Gasthof Schwägermann ein zweites Public Viewing statt: Hier haben sich Familienmitglieder, Freunde und der Chor Joyful Noise angesagt, bei dem Jamie-Lee aktiv ist. Die Sänger werden im Vorprogramm ab 19 Uhr (Einlass 18 Uhr) ebenso auftreten wie die heimische Band Schwarzweiss. Der Eintritt ist für beide Veranstaltungen frei.

Von Sandra Hermes und Christian Zett

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