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Stadt ist nun doch kein Einkaufsmagnet

Springe Stadt ist nun doch kein Einkaufsmagnet

Erst hoch-, dann wieder heruntergestuft: Springes Position im Raumordnungsprogramm hat sich erneut verändert. Wurde zunächst erhofft, dass Springe im Umland an Attraktivität als Einkaufsstadt gewinnt, sind die Folgen nun unklar.

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Einkaufsmagnet für die Bewohner des Umlandes? Bei den verkaufsoffenen Sonntagen ist die Springer Innenstadt immer rappelvoll. Dennoch wurde sie im Entwurf des Raumordnungsplanes wieder herabgestuft.

Quelle: Archiv

Springe. Am Deister war die Freude schon groß: Im Entwurf des Raumordnungsprogramms war Springe vom Land als Mittelzentrum mit großer Einkaufsattraktivität geführt - und wäre damit erstmals für Coppenbrügger und Lauenauer als Shopping-Stadt besonders attraktiv geworden. Daraus wird nichts: Nicht zuletzt nach massiver Kritik aus Hameln ist Springes Magnetwirkung aufs Umland im neuen Entwurf wieder heruntergestuft worden.

Fachbereichsleiter Reinhard Schade wertete die Veränderung in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses immerhin als „nicht negativ für Springe“. Seine Argumentation: Die Wahrscheinlichkeit, dass in Coppenbrügge Einzelhandelszentren entwickelt würden, die in Konkurrenz etwa zu den Geschäften an der Osttangente treten könnten, sei gering. Möglich wäre das nach dem aktuellen Raumordnungsprogramm aber sehr wohl.

Konkret war im alten Entwurf vorgesehen, dass etwa die Kaufkraft der Bewohner von Bodenwerder, Salzhemmendorf und Coppenbrügge der Stadt Springe zugeordnet werden - zum Unmut der Hamelner. Springes Ortsbürgermeister Carsten Marock hatte die Planungen befürwortet: „Viele Menschen aus dem Landkreis Hameln kommen nach Springe zum Einkaufen“, hatte er damals betont. Auch Bürgermeister Jörg-Roger Hische hatte im Frühjahr die Überzeugung geäußert, dass sich „die Attraktivitätssteigerung“ Springes in Sachen Einzelhandel nun auch im Landesraumordnungsprogramm widerspiegele. Coppenbrügges Bürgermeister

Hans Ulrich Peschka hatte den Entwurf des Raumordnungsprogramms daraufhin heftig kritisiert: Es mache Gewerbeansiedlungen in seiner Kommune sehr schwer. Auch Hamelns Oberbürgermeister Claudio Griese sah im neuen Programm eine Stärkung der Region Hannover durch Springe - und eine Schwächung des Weserberglandes. Beide konnten sich offenbar mit ihrer Position beim Land durchsetzen.

So bleibt jetzt alles, wie es ist - und für die Stadt ein bitterer Nachgeschmack.

Während Stadt und Kreis Hameln fast ein Jahr lang Zeit hatten, ihre Kritikpunkte ausführlich zu entwickeln, muss die Springer Verwaltung ihre Beurteilung des neuen Programms nun zügig darlegen. Denn die Zeit fürs Vorbringen von Kritik ist kurz bemessen: Die Frist hierfür ist auf Mittwoch, 6. Januar, gesetzt.

von Ralf T. Mischer

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