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Stadt will die Notbremse ziehen

Springe Stadt will die Notbremse ziehen

Die Stadt will den Jugendplatz im Volkspark in letzter Sekunde verhindern – zumindest so, wie er geplant ist. Bürgermeister Jörg-Roger Hische spricht von „Parallelstrukturen“ – und will am liebsten erst mal die Notbremse ziehen.

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Hier soll der neue Jugendplatz entstehen – eigentlich. Die Verwaltung sähe das Projekt doch lieber am Schulzentrum Süd.

Quelle: Mischer

Springe . Eigentlich war schon alles klar. Die Ferien hatte die Jugendpflege genutzt, um das Projekt „Jugendplatz im Volkspark“ voranzutreiben. Doch das steht jetzt plötzlich wieder auf der Kippe: Die Stadt will verhindern, dass sich ein zweiter Standort des erst vor einigen Jahren aufwendig neugestalteten Jugendzentrums bildet. Bürgermeister Jörg-Roger Hische spricht von „Parallelstrukturen“ – und will am liebsten erst mal die Notbremse ziehen.

Statt wie geplant auf der früheren Minigolf-Fläche im Volkspark möchte die Stadtspitze den Platz mit Skateranlage, Sitzgelegenheiten und anderen Einrichtungen direkt am Schulzentrum Süd ansiedeln. „Wir haben da investiert und hervorragende Räume mit Top-Ausstattung geschaffen“, wirbt Hische um Verständnis.

Ihn stört vor allem ein Teil der Jugendplatz-Planungen: Neben den bereits vorhandenen Schuppen sollen in den Volkspark zusätzliche Container, die unter anderem Sitzgelegenheiten für die Jugendlichen bieten. Für Hische würde hier „ein zweiter Standort“ geschaffen – zulasten der frisch renovierten Räume.

Die Lösung, den Jugendplatz stattdessen am OHG anzusiedeln, hält er für akzeptabel: Dann seien alle Angebote für die Springer Jugend an einer Stelle konzentriert. „Natürlich ist der Volkspark zentraler. Aber wir sprechen hier von 350 Metern Luftlinie.“

Standortdebatte hat Tradition

Die Standortdebatte um das Jugendzentrum hatte sich vor gut fünf Jahren ergeben. Damals war klar, dass die Einrichtung ihre Räume in der Roten Schule für die neue Krippe räumen musste. Teile der Politik forderten damals einen zentralen Standort – beugten sich jedoch schließlich dem Votum des Jugendparlaments, das für das Schulzentrum Süd stimmte. Im Rathaus befürchtet man jetzt offenbar, diese Entscheidung solle nun hintenrum korrigiert werden.

Finanziert wird der Jugendplatz größtenteils durch Spenden von Paulmann und mit Geldern des Ortsrats. Ortsbürgermeister Carsten Marock zeigte sich gestern überzeugt, einen Kompromiss für den Standort Volkspark erreichen zu können. Es gehe bei den Containern in erster Linie um Materiallager. Außerdem werte das Projekt den Volkspark entscheidend auf und belebe ihn: „Sonst haben wir da eine verlotterte Rasenfläche. Mit dem Jugendplatz kümmert sich tatsächlich jemand darum.“

Auf den Tisch kommt das Thema nach der politischen Sommerpause: Laut Hische will die Verwaltung im Schulausschuss in der Sitzung am Mittwoch, 17. September, ab 18 Uhr, das Thema ansprechen. Der Sitzungsort ist noch unklar.

Christian Zett

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