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Stadt zahlt weniger für Energie

Springe Stadt zahlt weniger für Energie

Die Stadt Springe gibt immer weniger Geld für Energie in ihren städtischen Gebäuden aus. Das ist das Ergebnis des Energieberichts, der erstmals von einer externen Firma erstellt worden ist.

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Die Ausgaben für Wasser, Heizung und Strom in den öffentlichen Gebäuden sinken.

Quelle: Storch

Springe. Die Kosten für Wasser, Strom und Heizenergie in den 77 städtischen Gebäuden sinken kontinuierlich: Während sie den städtischen Haushalt im Jahr 2012 noch mit rund 1,2 Millionen Euro belasteten, sind die Kosten im Jahr 2015 auf etwas über eine Million Euro gesunken. Der Grund sind Sanierungsmaßnahmen und ein gestiegenes Bewusstsein für Klima- und Umweltschutz.

Das geht aus dem Energiebericht hervor, den die Stadt erstmals nicht eigenständig erstellt hat, sondern dafür eine externe Firma, die Ewe aus Oldenburg, beauftragt hat. In dem über 100-seitigen Papier, das demnächst der Politik vorgelegt wird, finden sich aber auch unerwartete Entwicklungen mit Ausreißern nach oben und unten. Positiv an der Studie ist, dass den einzelnen Verbrauchswerten jeweils einzelne Sanierungsmaßnahmen gegenübergestellt werden. Auffällig dabei ist etwa, dass bessere Dämmung und Co. nicht automatisch zu geringerem Energieverbrauch führen.

Beispiel Schulzentrum Süd: 2014 wurden dort im G-/H- und F-Trakt die Fassaden und Fenster saniert. Trotzdem war der Heizenergie-Verbrauch ein Jahr später um 14 Prozent angestiegen. Zu den Gründen werden in der Untersuchung keine Angaben gemacht. Das soll sich aber während der Sitzung des Technischen Ausschusses am Dienstag, 6. September, ändern. „Wir arbeiten noch an Erläuterungen“, sagt André Malkowski von der Stadt. Im Zweifelsfall könne ein steigender Verbrauch auch auf eine Änderung des Nutzerverhaltens zurückzuführen sein.

Zudem gibt es, unabhängig vom Trend, dass der Verbrauch sinkt, Ausreißer nach oben: Von 2014 auf 2015 waren das etwa die Feuerwehr Bennigsen, besagtes Schulzentrum Süd, der Friedhof II in Springe sowie die Grundschule Hinter der Burg. In Letzgenannter stieg ebenso wie auf dem Friedhof II der Stromverbrauch während des Zeitraums um 25 Prozent an. Bei der Feuerwehr lag der Anstieg bei 15 Prozent, am Schulzentrum Süd waren es 10 Prozent mehr.

Grundsätzlich ist Malkowski aber sowohl mit der Entwicklung des Energie- und Wasserverbrauchs - „der Wert geht kontinuierlich herunter, die Sanierungen zahlen sich aus“, - als auch mit der Studie zufrieden. „Wir können damit gut arbeiten, sie ist umfassender und detaillierter als in den Vorjahren.“ 2015 hatte die Stadt selbst einen Energiebericht erstellt und dafür eine kostenlose Software der Klimaagentur, einer Einrichtung des Landes, genutzt. Die Software wurde damals sowohl von der Verwaltung als auch von Teilen der Politik als unzureichend bemängelt.

Malkowski jedenfalls ist mit der Auswertung der Ewe zufrieden und könnte sich durchaus vorstellen, auch im kommenden Jahr wieder mit der Firma aus Oldenburg zusammenzuarbeiten, wenn es ein positives Votum der Politik gibt.

Die Kosten für den Bericht lagen laut Malkowski im „niedrigen vierstelligen Bereich“.

von Ralf T. Mischer

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