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Stadtentwässerung mit Anlaufproblemen

Springe Stadtentwässerung mit Anlaufproblemen

Den Eigenbetrieb Stadtentwässerung gibt es seit Januar 2016. Er wurde aus der allgemeinen Verwaltung ausgegliedert. Chef Dieter Erdmann arbeitet jetzt intensiv an einem Jahresabschluss und einer Eröffnungsbilanz.

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Die Bauarbeiten an der Rathenaustraße für das neue Regenrückhaltebecken laufen auf Hochtouren.

Quelle: Mischer

Springe. Wie werden nun die Personalkosten abgerechnet? Der Chef Dieter Erdmann arbeitet mit Hochdruck an einem Jahresabschluss. „Das wird nicht so leicht werden“, sagte er während der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses.

Seit etwa einem Monat weiß Erdmann außerdem von offenen Forderungen aus den vergangenen Jahren - sprich: Gebühren, die nicht bezahlt wurden. „Das nehme ich nicht auf die leichte Schulter und werde die Risiken genau bewerten, wenn wir die Forderungen übernehmen“, sagte er.

Er hofft, in diesem Jahr nicht nur die Eröffnungsbilanz aufstellen zu können, sondern auch gleich den ersten Jahresabschluss des Eigenbetriebs zu prüfen. Der Ausfall einer Kollegin werfe ihn in seiner bisherigen Arbeit aber wieder zurück, berichtete Erdmann.

Nicht nur die Bürokratie beschäftigt den Eigenbetrieb derzeit. Zu Problemen kam es etwa in der Samkesiedlung oberhalb der Jägerallee. Dort löste sich die Substanz eines Bauwerkes auf. Bei der Ausschreibung im vergangenen Jahr bekam der Betrieb allerdings kein wirtschaftliches Angebot.

Aus diesem Grund hat Erdmann die Maßnahme in der Samkesiedlung zusammen mit dem Bau eines Regenrückhaltebeckens an der Rathenaustraße ausgeschrieben, um für externe Firmen ein attraktiveres Angebot zu schaffen. Mit Erfolg: Seit einem Monat laufen die Bauarbeiten an der Rathenaustraße. Zunächst mussten dort Fremdleitungen verlegt werden, bevor jetzt der Eigenbetrieb die Arbeit aufnehmen kann.

Die Verlängerungen eines Regenwasserkanals an der Eldagser Landesstraße nach Gestorf gestaltet sich ebenfalls schwierig. Auch dort habe bei der Ausschreibung ein doppelt so teures Angebot vorgelegen als kalkuliert. „Wir hatten da schon hydraulische Probleme, das will ich nicht wieder haben“, sagte Erdmann. Jetzt habe die Maßnahme aber an eine Firma vergeben werden können.

Wachsam will Erdmann vor dem Hintergrund neuer Baugebiete bleiben. Die Politik fordert derzeit neue Bauflächen, um für junge Familien attraktiv zu bleiben. Das hätte auch Auswirkungen auf die Kanalisation. Aus diesem Grund besichtigten die Ausschussmitglieder die Kläranlage. „Während man beim Straßenbau öffentlich sieht, was mit Geldern passiert, ist das in der Kläranlage nicht so einfach möglich“, sagte Erdmann. Derzeit wird Schritt für Schritt ein neues Becken in das bestehende System gebaut. Dieses Jahr sollen die Verbindungsleitungen gebaut werden. „Man sieht, es geht voran.“

Vor dem Hintergrund neuer Baugebiete ergänzt er: „500 neue Einwohner können wir verkraften, aber in Springe müssen wir wachsam sein, in Bennigsen könnte es aber kritisch werden.“

von Saskia Helmbrecht

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