Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Stadtkantor Schmittmann verlässt Springe

Springe Stadtkantor Schmittmann verlässt Springe

Der Posten des Stadtkantors muss neu besetzt werden: Boris Schmittmann verlässt Springe Ende Dezember. Der Kirchenkreis hat sich darauf verständigt, dem Nachfolger eine unbefristete Stelle anzubieten - das Bewerbungsverfahren läuft bereits.

Springe. Er bedaure das baldige Gehen Schmittmanns sehr, sagt St.-Andreas-Pastor Klaus Fröhlich: „Schade, dass der Umschwung jetzt stattfindet, wo beide Seiten so viele Erfahrungen miteinander gesammelt haben.“ Schmittmann ist erst seit Ostern 2015 im Amt. Fröhlich lobt seine Arbeit als „wirklich toll“.

Der langjährige Kreiskantor Cornelius Schneider-Pungs ging Anfang 2015 in den Ruhestand. Um die Lücke nicht zu groß werden zu lassen, rang sich der Kirchenkreis Laatzen-Springe zu einer Übergangsregelung durch - eigentlich hätte die Gemeinde nur noch Anspruch auf eine Honorarkraft gehabt.

Obwohl es sich nur um eine halbe Stelle handelte, die bis Ende des Jahres 2016 befristet ist, gab es fünf qualifizierte Bewerbungen. „Alle können auf einem unglaublich hohen Niveau Orgel spielen“, gab Fröhlich damals aus den Vorstellungsgesprächen wieder. Schmittmann überzeugte letztlich auch mit seiner Posaunenchor-Erfahrung.

Der 31-Jährige wurde der erste Stadtkantor der Kernstadt: Er kümmert sich nicht nur um die musikalische Arbeit in St. Andreas, sondern auch um den guten Ton in der Schwestergemeinde St. Petrus. Damit er sonntags in beiden Gotteshäusern die Orgel spielen kann, wurden schließlich sogar die Gottesdienstzeiten angepasst. Die Petrusgemeinde zog die Predigten auf 9.30 Uhr vor, St. Andreas verschob den Beginn auf 11 Uhr.

Die heimischen Protestanten hatten gehofft, wieder zu einer vollen Stelle zurückkehren zu können. Die wird jedoch in Laatzen angesiedelt, und mit dem bevorstehenden Ruhestand der dortigen Kirchenkreiskantorin sogar von einer B- auf eine A-Stelle verbessert. Springe kann trotzdem zufrieden sein: Hier bleibt es zwar bei einer halben B-Stelle, die ist aber unbefristet - und dadurch attraktiver.

Pastor Fröhlich hätte Schmittmann gerne gehalten. Dem studierten Musiker ist eine halbe Stelle jedoch langfristig zu wenig. Superintendent Detlef Brandes geht davon aus, noch im Sommer neue Bewerber begrüßen zu können. „Neben den üblichen Vorstellungsgesprächen werden sie Proben ihres Könnens vorstellen: an der Orgel und in der Chorleitung“, so Brandes. Die öffentlichen Termine stehen bereits fest: am 9. und 10. September.

Die Stelle ist wie bisher an den Dienstsitz St. Andreas angebunden. Brandes: „Ein inhaltlicher Schwerpunkt wird weiterhin die Orgelmusik sein.“ Darüber hinaus bestehe jetzt auch der Wunsch nach einer profilierten Posaunenchorarbeit.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.