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Start ins Berufsleben soll schneller gehen

Springe Start ins Berufsleben soll schneller gehen

Bei der Frage nach der späteren Berufswahl blicken viele Jugendliche betreten weg - sie können sich einfach nicht entscheiden und haben die Qual der Wahl aus zahlreichen Möglichkeiten. Um ihnen den Berufseinstieg so leicht wie möglich zu machen, haben die Integrierte Gesamtschule (IGS) und die Berufsbildenden Schulen (BBS) am Montag einen Kooperationsvertrag unterschrieben.

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BBS-Schulleiter Michael Krampe (links) und IGS-Leiter Frank Kasburg unterschreiben den Kooperationsvertrag.

Springe. Ab dem Schuljahr 2018/2019 bekommen IGS-Schüler des neunten und zehnten Jahrgangs die Möglichkeit, in Wahlpflichtkursen die beruflichen Fachrichtungen der BBS für zwei Jahre kennenzulernen. So bekommen die Jugendlichen Einblicke in verschiedene Bereiche wie Bau- und Holztechnik, Hauswirtschaft, Ernährung und Pflege sowie Wirtschaft und Gesundheit - aufgeteilt in drei Module. Pro Halbjahr können die Schüler einen neuen Bereich kennenlernen.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, eine bessere Orientierung und Perspektive zu schaffen, sind sich die Schulleiter Michael Krampe und Frank Kasburg einig. Positiver Nebeneffekt: Schüler der allgemeinbildenden Schulen können ihre theoretischen Kenntnisse in die Praxis umsetzen. „Wir hoffen da auch auf eine Initialzündung bei einigen, die dann feststellen ,Ach, dafür brauche ich das’ - das zieht eine ganz andere Motivation nach sich“, sagt Michael Topp von der IGS. Gleichzeitig entstehen Synergieeffekte: Wer in der Theorie schwächer ist als in der Praxis oder umgekehrt, kann seine Noten auch verbessern.

Das Team der BBS könnte dann auf die Kontakte zu Betrieben zurückgreifen und Praktika vermitteln, wenn die Lehrer bestimmte Fähigkeiten während der Praxisarbeit erkennen. „Damit begegnen wir gleichzeitig dem Fachkräftemangel“, sagt Christian Arpad von der BBS.

Und: Regelmäßiger Unterricht in der BBS über zwei Jahre festige die Berufsorientierung nachhaltiger, als kurzzeitige Projekte. Durch die direkte Arbeit in den Berufsmodulen könne auch die Wahl eines Betriebspraktikums bewusster getroffen werden. Im Rahmen von Schnuppertagen können Schüler die verschiedenen Bereiche wie Bautechnik oder Sozialpädagogik kennenlernen und sich anschließend gezielt entscheiden.

Durch die Kooperation soll nicht nur die Berufswahl erleichtert werden, sondern auch der Übergang in die elfte Klasse und zum Abitur nahtlos gestaltet werden. „Damit schaffen wir einen recht maßgeschneiderten Schulweg generell in die gymnasiale Oberstufe und speziell an die BBS - das ist einfach eine gute Vorbereitung“, sagt der didaktische Leiter der IGS, Kay Spiller. Viele Eltern in Springe wüssten nicht, dass an der BBS ein Abitur abgelegt werden kann. „Wir wollen die vorhandenen Ressourcen in Springe nutzen - und kurze Wege ermöglichen“, so Spiller.

Denn anders bei den Schulkooperationen der BBS mit Gehrden oder Pattensen ist die IGS gerade einmal zwei Kilometer weit entfernt - so entstehen für die Schüler keine langen Anfahrtswege.

Saskia Helmbrecht

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