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Streit um Schulgeld: Eltern fürchten Aufnahmestopp am OHG

Springe Streit um Schulgeld: Eltern fürchten Aufnahmestopp am OHG

Ein halbes Jahr ist es her, dass der Landesrechnungshof die Stadt aufgefordert hatte, erneut mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont über Gastschulgelder für OHG-Schüler aus Bad Münder zu verhandeln. Die Elternvertretern fordern jetzt ein Ende des Konflikts.

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Springe. Die Elternvertreter betonen, dass es ihnen gar nicht darum gehe, sich auf eine Seite zu schlagen. Man wünsche sich „eine verlässliche und dauerhafte Lösung des Konfliktes“ , der seit Jahren immer wieder aufbrandet, versichert Thomas Kühn vom Vorstand des Schulelternrates.

Kühn sagt: „Ich kann beide Seiten verstehen.“ Die Stadt Springe, die auf Geld hofft für die Leistungen, die sie für Schüler von außerhalb erbringt - ganz so, wie es innerhalb der Region Hannover geregelt ist. Aber auch den Landkreis, der ohne Not nicht zahlen will für die rund 175 Schüler aus Bad Münder, die momentan am OHG unterrichtet werden.

Den Aufnahmestopp, vom Landesrechnungshof angeregt und in der Springer Politik immer wieder diskutiert, hält Kühn für eine „massive Beschneidung des Elternwillens bei der Schulwahl“. Dazu kommt: Bei der Einrichtung der Integrierten Gesamtschule sei versprochen worden, es bestehe keine Gefahr für den Bestand des OHG. Doch ohne die Schüler aus Bad Münder werde das Gymnasium am Ende doch geschwächt - etwa was das Unterrichtsangebot angeht.

Er und seine Mitstreiter hätten bei den Eltern in den vergangenen Monate eine Verunsicherung wahrgenommen, sagt Kühn: Was, wenn es doch den empfohlenen Aufnahmestopp gibt? Familien fürchten, ihre Kinder könnten dann gezwungen sein, auf unterschiedliche Schulen zu gehen. Bis heute habe es von den Verantwortlichen „kein eindeutiges Dementi“ gegeben, sagt Kühn.

In einem Brief an die heimischen Landtagsabgeordneten hatte der Elternrat schon vor Monaten seine Sorgen geschildert. Vor ein paar Tagen gab es dann ein Treffen, an dem auch die Hamelner Kreisrätin Petra Broistedt beteiligt war. Die Botschaft: Alle Beteiligten wollen in der Öffentlichkeit ein Bekenntnis für die Schüler aus Bad Münder ablegen.

Bürgermeister Christian Springfeld hat in einem ersten Schreiben an Kühn erklärt, die Stadt „würde sich natürlich auch über Gastschulbeiträge aus dem Nachbarlandkreis freuen - auch ohne Anerkennung einer Rechtspflicht.“ Trotzdem gebe es keine konkrete Diskussion über einen Aufnahmestopp: „Ich würde dergleichen - im Interesse der Springer Schullandschaft - auch keinesfalls unterstützen.“ Springe freue sich „über jeden Schüler aus Bad Münder“.

Von Christian Zett

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