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Streit um Straßenbeleuchtung

Springe Streit um Straßenbeleuchtung

Manchmal sind es gar nicht die großen Dinge, die die Politik beschäftigen. Dann geht es weniger um Schuldenberge. Und mehr um Straßenlaternen. Und darum, wie viele es denn sein dürfen. Konkreter Fall: Alferde.

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Die erste LED-Straßenlaterne in Ingeln-Oesselse funktioniert

Quelle: Michael Mommertz

Alferde. Dort hatte der im Sommer frisch gewählte Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung gefordert, 210 Meter unbebauter Strecke entlang der Straße An der Scheune zu beleuchten. Zwei Laternen, so hatten die Politiker ausgerechnet, sollten reichen, um den Nutzern auf der Verbindungsstrecke zwischen Wienhagen und der Straße nach Boitzum ein Licht aufgehen zu lassen. Sogar die genauen Standorte der Leuchten hatte man in Alferde schon ausgetüftelt.

Die Rechnung - und das ist gleich mehrdeutig zu verstehen - hatte der Ortsrat dabei ohne die Stadt gemacht. Denn die macht in einer Stellungnahme deutlich: Dort, wo keine Laterne steht, gilt auch keine Beleuchtungsnorm, die vorschreibt, wie hell es sein müsste. Heißt also: keine Laterne ist rein rechtlich sicherer als zwei Laternen - ohnehin zu wenig für die Straße An der Scheune.

Bei der Behörde klingt das so: „Es entstehen gefährliche, wechselnde Hell-Dunkel-Bereiche, wo der Fußgänger denkt, dass das Licht ausreichend ist und der Fahrzeugführer geblendet ist und den Fußgänger nicht sieht.“ Erst vier Leuchten, so die Botschaft aus dem Rathaus, spendeten genug Licht. Kosten: 19 000 Euro. Zu viel für aktuell etwa 90 Autos am Tag, findet die Stadt. Die Politik - jedenfalls die außerhalb Alferdes - stimmt zu: Auch der Finanzausschuss lehnte den Wunsch jetzt ab.

Von Christian Zett

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