Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Suche nach Mehrheiten in Stadtrat Springe hat begonnen

Springe Suche nach Mehrheiten in Stadtrat Springe hat begonnen

Im Springer Stadtrat Mehrheiten zu finden, wird schwieriger denn je. Acht Parteien, Wählergemeinschaften und Einzelkämpfer müssen sich künftig zusammenraufen. Schlagkräftige Koalitionen wird es vermutlich nicht geben – auch wenn sich die etablierten Parteien grundsätzlich offen für Gespräche zeigen.

Voriger Artikel
Auf Rädern durch die Nacht
Nächster Artikel
Auf vier Pfoten ins kühle Nass

Matthias Rose und Britta Lehnhardt haben am Sonntag in der Grundschule Hinter der Burg die Stimmen ausgezählt. Sie gehörten zu den 308 Wahlhelfern.
Hermes

Springe. Lediglich die AfD wird bislang kategorisch als Partner ausgeschlossen. „Wir sind mit der bisherigen Situation gut gefahren“, lautet die Bilanz von SPD-Fraktionschefin Katrin Kreipe. SPD und CDU hatten gleich viele Sitze, die Mehrheiten wurden themenabhängig gebildet. Im neuen Stadtrat verfügt die CDU über zwei Plätze mehr als die SPD. Ein Umstand, den Kreipe gelassen hinnimmt: „Natürlich wollten wir die stärkste Fraktion werden. Aber das Ergebnis ist trotzdem okay.“ Die allgemeine Wechselstimmung spiegle sich ebenso wider wie die Krankenhaus-Nachwehen.

Die CDU hat sich im Vorfeld zu einer möglichen Partnerwahl keine Gedanken gemacht. „Das macht man auch nicht“, meint Fraktionschef Wilfred Nikolay. Er sei „nicht überrascht, wie durchmischt der Stadtrat jetzt ist“. Mehr will der Unionschef nicht sagen, bevor intern das Wahlergebnis ausgewertet worden ist.

Als drittstärkste Kraft im Rat (vier Sitze) sind die Grünen kein unattraktiver Koalitionspartner. Der Parteivorsitzende Thomas Hüper-Maus ist dennoch nicht in Lauerstellung. Lediglich ein schwarz-rotes Bündnis habe die nötige Größe, um „klare Verhältnisse“ zu schaffen - doch nichts deutet darauf hin. Wer das Gespräch mit ihnen suchen wolle, sei willkommen. „Wenn dabei vernünftige Ergebnisse herauskommen, können wir über alles reden.“ Nur die AfD, die könne sich den Anruf getrost sparen.

Die FDP wird konkreter. Eine weitere Zusammenarbeit mit den Freien Wählern sei eine Option, verrät Ratsherr Klaus Nagel. Die Liberalen verfügen künftig über zwei Sitze (bislang einer), können aber zusammen mit den Freien Wählern die Fraktionsstärke erreichen.

An die CDU oder die SPD werde man nicht andocken, kündigt Nagel an. Wichtiger als die Macht sei, „verlässlich zu sein und unsere Themen durchzubringen“. Auch ein Abklopfen der Schnittmenge mit dem Einzelkämpfer Uwe Lampe schließt er nicht aus: „Darüber werden wir diese Woche bei unserer Vorstandssitzung sprechen.“

Von Marita Scheffler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.