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Suche nach bedrohtem Feldhamster dauert an

Alferde Suche nach bedrohtem Feldhamster dauert an

Ein im Dorf ansässiger Forst- und Gartentechnik-Betrieb, am Ortsrand eine 375 Quadratmeter große Ausstellungshalle zu bauen - doch weil 500 Meter vom Baugebiet entfernt Feldhamster vorkommen, verzögert sich das Projekt.

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Ist er nun da oder nicht? In Alferde kann erst gebaut werden, wenn feststeht, dass kein Feldhamster auf dem geplanten Baugrund heimisch ist.

Quelle: Archiv

Springe. Wenn irgendwo auf dem Land gebaut wird, dann gehört sie quasi schon zum Inventar: die Suche nach dem streng geschützten Feldhamster, der durch Eingriffe des Menschen in einigen Bundesländern gar schon als ausgestorben gilt. Auch in Alferde begleitet das Tier schon längere Zeit ein größeres Bauprojekt. Obwohl noch nicht so recht feststeht, ob es überhaupt da ist.

Schon länger plant ein im Dorf ansässiger Forst- und Gartentechnik-Betrieb, am Ortsrand eine 375 Quadratmeter große Ausstellungshalle zu bauen. Ein weniger spektakuläres Vorhaben. Trotzdem beschäftigen Stadt und Politik sich seit gut einem Jahr mit dem Thema. Denn auf der Fläche, die der Unternehmer für seine Erweiterung anpeilt, darf er nach geltendem Recht noch gar nicht bauen. Darum legte die Stadt der Politik schon vor gut einem Jahr eine neue Satzung mit Bauvorschrift für den betroffenen Bereich vor.

Der Verwaltungsausschuss segnete das Vorhaben im Oktober ab. Und dann passierte nichts. Warum? Der zuständige Fachdienst im Rathaus sei wegen Personalmangels bis Anfang März nicht in der Lage gewesen, „das Verfahren kontinuierlich durchzuführen“, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt. Man habe lediglich einzelne Fragen abklären können. Nach der Sommerpause soll es aber weitergehen: Von Anfang September bis Anfang Oktober sollen Ortsrat Alferde, Planungsausschuss und schließlich Verwaltungsausschuss das Projekt und die entsprechenden Pläne noch einmal auf den Tisch bekommen.

Sie müssen sich dann auch mit dem Feldhamster befassen: Man habe, so die Region als zuständige Behörde, in 500 bis 700 Metern Entfernung ein Feldhamstervorkommen festgestellt. Weil sich auf der Planfläche der gleiche Erdboden befinde und „weil Feldhamster auch Grünlandflächen im Randbereich zu Ackerflächen als Rückzugsraum nutzen“, müsse ein Gutachter vor Baubeginn genau hinschauen.

Die Stadt hat schon eine erste Begehung absolviert - ohne Befund. Trotzdem soll die weitere Untersuchung vor Baubeginn verbindlich in die Satzung aufgenommen werden - sicher ist sicher.

Von Christian Zett

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