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Tausende feiern an den Feuern

Springe Tausende feiern an den Feuern

Die Regenwolken verzogen, die Holzstapel in Flammen: Das Wetter hatte es sich besonders am Sonnabend noch mal überlegt - und so konnten am Wochenende mehr als Tausend Bürger an den zahlreichen Osterfeuern im Stadtgebiet feiern.

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Das Wetter spielte dann doch mit: Über dem Bennigser Osterfeuer prangt ein prachtvoller Regenbogen. In den Springer Ortsteilen versammelten sich am Sonnabend und Sonntag mehr als 1000 Menschen, um dem alten Brauch beizuwohnen.

Quelle: Foto: Szabo

Springe. Besonders unter Beobachtung war die Veranstaltung in der Kernstadt: Sie fand nach dem Rückzug der Feuerwehr erstmals unter kommerzieller Ausrichtung statt: Event-Manager Michael Jordan kann sich eine Wiederholung vorstellen.

„Wenn alles gut geht, kann man darüber reden, ob wir im nächsten Jahr wieder dabei sind“, sagte er am Sonnabend. Jordan war eingesprungen, nachdem die Feuerwehr und eine weitere Firma aus Eldagsen die Ausrichtung abgesagt hatten. Dass Jordan wie schon im Vorfeld bestätigte, die Veranstaktuzng werde „unter Umständen nicht rentabel sein“, verdarb ihm die Laune nicht. Der Ansturm von Leuten mache ihm Spaß: „Wir sind hier eingesprungen, weil ich es schade gefunden hätte, wenn Springe kein Osterfeuer mehr hat, während die kleinen Dörfer in der Nachbarschaft das alle hinkriegen.“

Auch Ortsbürgermeister Karl-Heinz Friedrich war zufrieden - wenn er auch dem alten Osterfeuerplatz nachtrauert: Noch vor Jahren war das Feuer auf einer Wiese am Kurzen Ging entzündet worden, „da, wo es zum Steinbruch hochgeht“ - von dort habe man die Osterfeuer im ganzen Calenberger Land bis zum Harz lodern sehen, wenn das Wetter schön war, erinnert sich Friedrich.

Die erste Station in Eldagsen war am Sonnabend das Feuerwehrgerätehaus an der Turmstraße: Am Versorgungszentrum gab es Gegrilltes und Getränke, bevor man sich auf den Marsch in Richtung Feuer einige hundert Meter in Richtung Ortsausgang aufmachte. Trotz des morgendlichen Regens gelang es den Feuerwehrleuten, das Osterfeuer zu entzünden.

In Völksen hatte man nicht nur mit dem Regen, sondern auch mit dem Wind zu kämpfen: Dass der den Qualm des Feuers ausgerechnet in Richtung Eingang blasen würde, konnte keiner vorher ahnen. Die Besucher mussten dadurch - um dann den Blick auf das lodernde Feuer genießen zu können. Die Feuerwehr nutzte die Veranstaltung, um mit Personal und Flyern für eine Mitgliedschaft zu werben.

Regenschauer und Sonnenschein. Sonnenschein und Regen. Dann und wann im Wechsel, streckenweise gleichzeitig: Das Bilderbuch-Aprilwetter überraschte auch die Besucher des Osterfeuers in Bennigsen - unter anderem mit einem beeindruckenden Regenbogen. Freunde und Familien versammelten sich auf dem früheren Baseballgelände im sicheren Abstand um die Flammensäule. An zwei Ständen versorgten die Kameraden die Besucher mit Getränken und Bratwürsten. An einem kleineren Feuer konnten Kinder Marshmallows rösten.

Patricia Szabo und Horst Voigtmann

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