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"Sie hat eine krasse Stimme"

Jamie-Lee gewinnt "The Voice" "Sie hat eine krasse Stimme"

Die 17-jährige Jamie-Lee Kriewitz aus Bennigsen in der Region Hannover hat das Finale des Gesangswettbewerbs „The Voice of Germany“ gewonnen. Mit ihrer Single "Ghost" überzeugte sie Jury und Publikum. Auch ehemalige Konkurrenten freuen sich für die Siegerin.

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 Jamie-Lee singt "Ghost", ihre erste eigene Single, im "The Voice"-Finale.

Quelle: ProSieben

Minutenlang redeten die Moderatoren Lena Gercke und Tobias Schölermann, während sich Jamie-Lee und ihr Konkurrent Ayke Witt aneinanderklammern und sich gegenseitig beruhigende Worte zuflüstern. Denn egal, wessen Name nun fallen würde: Beide würden sich für den anderen, der längst zum Freund geworden ist, freuen.

Die 17-jährige Jamie-Lee Kriewitz aus Bennigsen in der Region Hannover hat das Finale des Gesangswettbewerbs „The Voice of Germany“ gewonnen. Mit ihrer Single "Ghost" überzeugte sie Jury und Publikum.

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Und dann – endlich – kommt der Satz: Die nächste Voice of Germany ist Jamie-Lee Kriewitz! Umarmungen, Tränen und eine überglückliche Gewinnerin. Doch da Jaime-Lee erst 17 Jahre alt ist und durch das Jugendschutzgesetz nach 23 Uhr nicht mehr auftreten darf, ist nur noch Zeit für eine zweite Performance von "Ghost", dann übernehmen ihre Coaches Michi Beck und Smudo und erzählen im anschließenden Interview, wie glücklich sie sind, dass ihr Schützling ihnen den zweiten Sieg in Folge beschert hat.

"Wir waren schon immer stolz auf sie."

Michael Kriewitz, Jamie-Lees Vater, kann noch gar nicht fassen, was da gerade passiert ist. "Ich muss das erstmal sacken lassen. Damit hat keiner von uns gerechnet", sagt er, während er mit dem Rest der Familie und dem Fanclub auf seine Tochter wartet. Ob er stolz ist? "Natürlich, aber das hängt nichtmit ,The Voice' zusammen. Wir waren schon immer stolz auf sie."

Krasse Stimme aus Hannover

Auch die ehemaligen Mitstreiter der 17-Jährigen, die Brüder André und Michy Katawazi aus Gehrden freuten sich für Jamie-Lee. "Jamie-Lee war im Finale auch unser Favorit - weil sie aus Hannover kommt und einen hohen Wiedererkennungswert und eine krasse Stimme hat. Deshalb haben wir uns auch mega für sie gefreut."

Beide haben die Show in Berlin auf Leinwänden mit angesehen, mitgefiebert und für Jamie-Lee die Daumen gedrückt. Auf der After-Show-Party haben die Brüder bis 7 Uhr morgens mit vielen Teilnehmern und Coaches gefeiert sowie Selfies mit James Morrisoon und Coldplay gemacht. "Wir haben mit Steffi (Kloß, ihrem Coach) die ganze Zeit gechillt. James Morrison hat mit jedem Selfies gemacht. Man konnte fast mit jedem Fotos machen - bis auf Cro, weil der seine Maske nicht aufhatte."

Die anderen gaben noch einmal alles

Schon mit ihrem ersten Auftritt an diesem Abend hat Jamie-Lee vorgelegt. Im pastellfarbenen Kimono mit Blüte im Haar sang sie "Ghost", ein leidenschaftlicher Song über die Folgen einer zerbrochenen Liebe. Anschließend überzeugte sie im Duett mit Popsängerin Jess Glynne. 

Die Konkurrenz war stark, das war schon vor der Final-Sendung klar. Doch in den knapp drei Stunden gab jeder der vier Kandidaten nochmal sein Bestes. Isabel Ment legte einen starken Auftritt mit Gitarre und ihrer Single "In Reverse" hin, blieb im Duett mit Ellie Goulding aber ziemlich blass.

Ähnlich erging es Tiffany Kemp, die mit ihrem Song "Have you ever been in Love" ihre soulige Stimme voll ausspielen konnte, später aber gegen Gesangspartner James Morrison nicht ankam. Ayke Witt schaffte es, sowohl einen schönen Konterpart zu Cro's Rap im Duett zu bieten und später mit seinem Song "Bis gleich", den er seinem verstorbenen Vater gewidmet hat, das Publikum zu berühren.

Doch schon in den sozialen Netzwerken hatte eindeutig Jaime-Lee die größte Unterstützung. "Jamie-Lee war bisher die Beste" und "Wenn Jamie-Lee nicht gewinnt, geh' ich weinen", posteten die Nutzer auf Twitter. Lob regnete es auch von Gesangspartnerin Jess Glynne ("Sie ist einfach wundervoll"), ihren Coaches Smudo und Michi Beck von den Fantastischen Vier ("Du übertriffst immer unsere Erwartungen") und sogar Rea Garvey, der kommentieren durfte, da seine eigenen Kandidaten im Halbfinale ausgeschieden waren ("Du ehrst uns mit deiner Performance"). 

Gospelchor drückte ihr die Daumen

Dass sie die Show gewinnen würde, damit hat Jamie-Lee selbst nicht gerechnet. Ich weiß noch, wie sie in den Battle-Shows immer sagte: ,Die anderen sind so viel besser", sagt Ilka Schwerdtfeger. Sie ist Leiterin des Gospelchors Joyful Noise, in dem Jamie-Lee singt, seit sie zwölf Jahre alt war. Bei jeder Show hat Schwerdtfeger im Publikum gesessen und Jamie-Lee die Daumen gedrückt.

„Sie hat eine unglaublich starke Stimme“, sagt die Chorleiterin, die gestern zusammen mit dem ganzen Chor nach Berlin gefahren war.

Gesangslehrer und Mitleiter des Gospelchors Greg Perrineau ist es zu verdanken, dass Jamie-Lee ihr Talent so stark weiterentwickelt hat. Er hat ihr oft gesagt, sie solle ein Lied mal in ganz bestimmten Tönen interpretieren. „Und Jamie-Lee hat ihm vertraut.“ Das hat sich voll ausgezahlt.

Hier lesen Sie das "The Voice"-Finale noch einmal im Liveticker:

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Interview mit Jamie-Lee Kriewitz
Foto: Will zum Eurovision Song Contest: Jamie-Lee Kriewitz.

Jamie-Lee ist erst 17 Jahre alt und hat schon in der fünften „The Voice of Germany“-Staffel gesiegt. Nun wagt die Bennigserin den nächsten Schritt: Sie will beim Eurovision Song Contest für Deutschland singen. Im Interview verrät sie, wie sie mit dem schnellen Ruhm umgeht.

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