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Tourist-Info bleibt wochenlang geschlossen

Springe Tourist-Info bleibt wochenlang geschlossen

Die Tourist-Info im Alten Rathaus ist seit fünf Wochen geschlossen. Daran wird sich wegen Urlaub und Krankheit auch in den nächsten fünf Wochen nichts ändern.

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Die Tourist-Info wird wegen Urlaub und Krankheit auch die nächsten fünf Wochen geschlossen bleiben.

Quelle: Archiv

Springe. „Wir hören immer mehr Leute meckern, die vor der verschlossenen Tür stehen“, sagt Stadtmanagerin Anike Molgedey. „Die Reaktionen reichen von verärgert bis verzweifelt.“

70 Wochenstunden standen bis vor wenigen Jahren für den Bereich Tourist-Info und Stadtmarketing zur Verfügung. Sowohl Stadtmanagerin Molgedey als auch die Tourist-Mitarbeiterin Andrea Brenner sind jetzt allerdings nur noch halbtags tätig, zusammen 40 Wochenstunden. Der Arbeitsumfang ist allerdings im Prinzip der gleiche geblieben.

Die Tourist-Info ist regulär montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr besetzt. Zwar gebe es Tage, an denen nur eine Handvoll Besucher vorbeikäme, das sei jedoch die Ausnahme. „Vor allem freitags geben sich hier die Leute die Klinke in die Hand“, sagt Molgedey. „Da ist es fast unmöglich, nebenbei noch eine E-Mail-Anfrage zu beantworten.“

Die Gründe, weshalb die Gäste vorbeikommen, sind dabei ganz unterschiedlich. Der Titel Tourist-Info führt in die Irre: Echte Touristen würden sich normalerweise vor ihrer Anreise melden und Prospekte anfordern, sagt Molgedey. Das Büro im Alten Rathaus diene eher als Servicepunkt, als allgemeine Anlaufstelle für Springer, die ein bestimmtes Büro bei der Stadtverwaltung suchen, Informationen für ihre nächste Bahnfahrt benötigen, die Nummer von den Stadtwerken brauchen oder auch nach einer bestimmten Adresse im Stadtgebiet fragen wollen. „Natürlich versuchen wir, allen zu helfen“, sagt Molgedey. Und selbstverständlich kämen auch immer wieder Springer vorbei, die Pros-pekte mitnehmen oder Souvenirs kaufen wollen.

Die Tourist-Info war noch nie so lange geschlossen wie jetzt. Fachbereichsleiter Gerd-Dieter Walter will sich deshalb am Mittwoch zu einem Abstimmungsgespräch mit Molgedey treffen. „Wir müssen gucken, wo es noch Kompensationsmöglichkeiten gibt“, sagt er. Personalreserven gebe es in dem Bereich nicht, „aber vielleicht können wir Schwerpunkte verändern, damit das Nötigste trotzdem weitergehen kann“.

Er stelle die Existenz der Tourist-Info „in der derzeitigen Phase“ ausdrücklich nicht infrage. Die Grünen hatten in der Vergangenheit bereits gefordert, die Abteilung mit der Stadtbibliothek zusammenzulegen, um mögliche Engpässe zu vermeiden. „Das geht aber rein räumlich nicht“, sagt Walter. „Das soll uns aber nicht daran hindern, weitere Verbesserungsmöglichkeiten zu diskutieren.“

Von Marita Scheffler

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