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Umbau der Notunterkunft stockt

Springe Umbau der Notunterkunft stockt

Der Umbau des ehemaligen Springer Krankenhauses in eine Notunterkunft für Flüchtlinge stockt. Hinter den Kulissen wird bereits gemunkelt, das Land könnte sich gänzlich aus dem Projekt zurückziehen und das Gebäude leerstehen lassen.

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Flüchtlinge stehen am 29.09.2015 am Bahnhof in Lehrte (Niedersachsen) auf einem Weg über die Gleise. Die rund 600 Flüchtlinge kamen mit einem Sonderzug aus Passau, ab Lehrte sollen sie mit Bussen in ganz Norddeutschland verteilt werden. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Quelle: Symbolbild

Springe. Einen konkreten Starttermin für die Notunterkunft gab es noch nie. Allerdings luden die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, das Innenministerium und das DRK für Mitte Januar zu einer Bürgerinformation ein. An dem Abend klang es so, als würde alles ganz schnell gehen. Wenige Tage später war von Ende Januar die Rede. Vor einem Monat stand ein Termin „Anfang März“ im Raum.

Doch von einer baldigen Eröffnung des Flüchtlingsheims ist man offenbar noch weit entfernt. „Derzeit wird ein Herrichtungs- und Betriebskonzept für die Unterkunft erarbeitet“, sagt der Sprecher des Innenministeriums, Matthias Eichler. Wichtige Entscheidungen würden noch ausstehen. Deshalb bitte er um Geduld: „Es dauert so lange, wie es dauert.“

Das Land hat den Gebäudekomplex an der Eldagsener Straße vom Klinikum Region Hannover angemietet. Als Betreiber der Notunterkunft wurde das DRK Region Hannover ausgewählt. Der Organisation liegt nach Informationen dieser Zeitung bislang weder ein offizieller noch ein inoffizieller Starttermin vor.

Ein möglicher Grund für die Verzögerung könnte sein, dass sich die erforderlichen Umbauten als deutlich aufwendiger als geplant herausstellen. In dem früheren 100-Betten-Krankenhaus soll Wohnraum für rund 300 Flüchtlinge geschaffen werden. Es fehlen sanitäre Anlagen und Gruppenräume. Hinter vorgehaltener Hand ist von Gesamtkosten in Höhe von rund einer Million Euro die Rede.

Dazu kommt: Weil derzeit weniger neue Flüchtlinge in Deutschland ankommen, sinkt der Verteilungsdruck der Erstaufnahmestellen. Die Notunterkunft in Springe sollte eines der vorübergehenden Ausweichquartiere sein, bevor Flüchtlingen eine dauerhafte Bleibe in einer Kommune zugewiesen wird.

Von Marita Scheffler

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