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Unbekannte schänden Grab in Eldagsen

Springe Unbekannte schänden Grab in Eldagsen

Sigrid Koch ist fassungslos: „Was für Menschen sind das, die so etwas tun?“ Anfang dieser Woche musste sie auf dem Friedhof in Eldagsen eine unangenehme Entdeckung machen: Der Grabstein ihrer Eltern wurde beschädigt.

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Mutwillig zerstört: Die bronzene Rose auf dem Grabstein von Sigrid Kochs Eltern ist abgebrochen worden.

Eldagsen. „Eigentlich ist daran eine bronzene Rose befestigt, doch die Blüte ist abgebrochen worden“, erklärt Sigrid Koch. „Traurig, einfach nur traurig“, sagt sie. Dabei geht es ihr nicht um den finanziellen Schaden: „Das Grab hat für mich, wie für jeden andern in meiner Situation auch, einen ideellen Wert. Ich war regelrecht schockiert, als ich die zerstörte Rose das erste Mal gesehen habe.“ Und ihr Mann ergänzt: „Das ist nicht das erste Mal, dass so etwas auf dem Friedhof in Eldagsen passiert.“

Das kann auch Friedhofsverwalter Wilhelm Niedermeier von der St.-Alexandri-Gemeinde bestätigen. „Vor drei bis vier Wochen ist jemand an mich herangetreten, weil ein Jagdhorn von dem Familien-Grab entwendet wurde.“ Der zuständige Steinmetz habe hinterher sogar noch bestätigt, dass man das Horn nur mit entsprechendem Werkzeug entfernen konnte, weil er es zuvor fest an das Grab geschraubt hatte. Durch die mutwilligen Zerstörungen werde, so Niedermeier, „die Friedhofskultur stark beeinträchtigt.“ Für das Ehepaar Koch ist das alles immer noch unbegreiflich. Sie haben bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet. „Wir glauben zwar nicht, dass das etwas bringt, aber uns ist wichtig, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren“, sagt Sigrid Koch. Auch Niedermeier meint: „Letztlich hilft es nur, wenn alle ein wachsames Auge haben und im Zweifel die Personen direkt ansprechen.“

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