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„Uns bleibt nur der Klageweg“

Lüdersen/Springe „Uns bleibt nur der Klageweg“

Die Einwendungen der Stadt Springe gegen die geplante Veränderung bei den „Vorranggebieten Windenergienutzung“ sind bei der Region Hannover ohne Wirkung verhallt.

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Die Region ändert ihre Vorranggebiete zur Windenergienutzung nicht.

Lüdersen. Das hat Bürgermeister Christian Springfeld auf der jüngsten Sitzung des Lüderser Ortsrats erklärt.

Damit habe auch die Kritik der Stadt an der Fläche Hemmingen/Pattensen/Springe, von der Lüdersen direkt betroffen wäre, nicht zu einer Veränderung im Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) 2016 geführt.

„Uns bleibt jetzt nur der Klageweg“, sagte Springfeld. Ob die Stadt diesen Weg geht, stehe aber noch nicht fest. Die Verwaltung hatte schriftlich Protest gegen den RROP-Entwurf eingelegt. Der Region sei es offenbar egal, was Springe sage, so Springfeld. Er machte kein Hehl daraus, dass er gegen eine Aufstellung von bis zu 200 Meter hohen Anlagen östlich von Lüdersen sei. „Und wer investiert dort?“, fragte Ortsratsmitglied Henning Haake. Das sei mit der Firma Windwärts ein Unternehmen, das sich bereits in einem Insolvenzverfahren befinde.

Die Hauptbelastung der Windenergienutzung liege bei Springe, machte Michael Buckup (SPD) deutlich. Das hatte auch die Stadt in ihrer Stellungnahme zu dem RROP-Entwurf kritisiert. Denn neben der vergrößerten Vorrangfläche Springe-Bennigsen/Gestorf liegen nunmehr auch die Flächen Hemmingen/Pattensen/Springe und Pattensen-Schulenburg im Einwirkungsbereich von Springe. Durch die Neuausweisungen werde das Stadtgebiet im Vergleich zur übrigen Region Hannover überproportional stark belastet. Die drei in Rede stehenden Vorranggebiete hätten zusammen eine Größe von 828 Hektar - etwa 23 Prozent der in der Region insgesamt ausgewiesenen Vorrangfläche für Windenergie. Zu diesen Flächen kommen noch die bestehenden sowie geplanten Windenergieflächen in den angrenzenden Landkreisen.

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