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Verhärtete Fronten um Windpark in Lüdersen

Lüdersen Verhärtete Fronten um Windpark in Lüdersen

Die angestrebten Änderungen der Windkraftpläne sind auf einem guten Weg, findet Bürgermeister Christian Springfeld nach einem Gespräch zwischen Politik, Stadt, Bürgern und Planern. Die Bürgerinitiative Gegenwind widerspricht: Sie bleibt auf Konfrontationskurs zur Verwaltung.

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Windräder bei Lüdersen? Die Debatte darüber, ob die Stadt den Flächennutzungsplan zugunsten von Windkraftanlagen ändert, stößt bei einer Bürgerinitiative auf Verärgerung.

Quelle: Uschi Dreiucker / Pixelio.de

Springe. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob die Stadt ihren eigenen Flächennutzungsplan ändern und die geplanten Windkraftflächen bei Lüdersen dort verankern soll. Springfeld sagt Ja - nur so könne man verhindern, dass ein Kippen des aus seiner Sicht rechtlich unsicheren Raumordnungsprogramms (RROP) der Region plötzlich dafür sorgt, dass in Springe überall Windkraftanlagen beantragt werden können. Die Initiative pocht darauf, erst durch eine solche Änderung mache man die unerwünschten Anlagen bei Lüdersen möglich - unnötigerweise.

Springfeld sagte dieser Zeitung, das Treffen mit Ratsmitgliedern, Initiative und einem Planungsbüro habe „noch mal deutlich Klarheit für die Entscheidungsträger in der Politik gebracht“. Die müssen am Donnerstag zusammen mit dem Rathaus auch die eingeplanten Gelder für die Planänderung freigeben. Bislang sind diese mit einem Sperrvermerk belegt.

Aus Springfelds Sicht habe man deutlich gemacht, den Flächennutzungsplan ändern zu müssen, um als Stadt „unabhängig vom RROP alle Zügel in der Hand“ zu halten. Auch Vertreter der Stadt Pattensen nahmen an dem Treffen teil: Dort werde man genauso verfahren wie in Springe geplant. Die Bürgerinitiative selbst habe in der Runde aus seiner Sicht nicht vermitteln können, warum die Änderungen des Flächennutzungsplans „irgendwelche Nachteile haben sollten“, meinte Springfeld. Selbst ein Normenkontrollverfahren gegen das Raumordnungsprogramm, das die Initiative auch in Gefahr sieht, sei vollkommen unabhängig von dem, was die Stadt nun plane.

Michael Buckup, stellvertretender Chef von Gegenwind, bleibt bei seinem Standpunkt: Die Bürgerinitiative fürchtet, dass eine Änderung des Flächennutzungsplans zur Folge haben könnte, dass das Normenkontrollverfahren nicht angestrengt werden kann. Aber genau auf dieses Verfahren setzt er mit seinen Mitstreitern. „Mit einer Änderung des Flächennutzungsplans würde man sich aufs Glatteis begeben“, sagt Buckup. Statt den Flächennutzungsplan zu ändern, rät die Bürgerinitiative dazu abzuwarten, wie die Region sich in Bezug auf das Raumordnungsprogramm verhält - und was der Rat im Zusammenhang mit dem Thema entscheidet.

Dass auch die Stadt Pattensen mit einer Änderung des Flächennutzungsplans liebäugelt, ist für Buckup kein Argument. „Dem Herdentrieb zu folgen ist bei solch einer Sache keine gute Idee.“

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