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Viele Ideen für die Alte Schule

Lüdersen Viele Ideen für die Alte Schule

Sie könnte zu einem Schmuckstück der Dorfgemeinschaft Lüdersen werden: die Alte Schule. Das Gebäude steht im Mittelpunkt einer Semesterarbeit angehender Innenarchitekten.

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Viele Ideen: Die Studentinnen Xenia Höke (links) und Julia Hecht mit dem Architekten Tev Wilhelmsen und Ortsbürgermeisterin Ursel Postrach.

Quelle: Brinkmann-Thies

Lüdersen. Die hannoverschen Studenten haben ihre Ergebnisse im Gasthaus „Alexandros“ vorgestellt. „Ländlicher Leerstand als Chance für neue experimentelle Formen von Gemeinschaft“: Unter diesem Aspekt hatten sich die zehn Teams mit dem historischen Backsteingebäude beschäftigt. Betreut wurden sie von einer Professorin und einem Architekten. Einen Zeichenworkshop leitete der Lüderser Wolfgang Bulla, er ist Dozent und Designer.

Die Studentinnen haben rund 400 Quadratmeter auf zwei Etagen überplant. Dabei haben sie zwar unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt, alle Semesterarbeiten formulieren aber das Ziel, Orte der Begegnung schaffen zu wollen. Einige Teams sahen ein Lesecafé als ein zentrales Element, zum Teil mit Durchblick in die obere Etage. Dort platzierten mehrere Gruppen einen Krippenraum und einen Jugendtreff.

Auch an ein Büro für den Ortsbürgermeister hatten viele Studenten gedacht. Häufig wurde die Backsteinfassade der Alten Schule aufgebrochen - durch großzügige gläserne Elemente. Konstanze Geyert und Alana Oelke etwa planten sowohl an der Nord- als auch an der Südseite große Fenster, um so eine Sichtachse vom Dorfplatz bis zum Schulhof zu schaffen.

Einig waren sich alle Studentinnen, den Eingang zu verlegen - zumeist in den Westen, wo derzeit noch der Toilettenanbau steht. Bei vielen Zuhörern kam diese Idee gut an. Es gehe um Visionen, erklärte der Architekt.

Ortsbürgermeisterin Ursel Postrach machte mit Blick auf die sehr großzügigen Pläne in den Semesterarbeiten klar: „Bevor wir die Alte Schule derart umbauen könnten, müssten wir im Lotto gewinnen.“ Eine Machbarkeitsstudie hatte ergeben, dass allein die Erneuerung des Erdgeschosses rund 200 000 Euro kosten würde. Der Förderverein Bergdorf Lüdersen plane weiterhin, das Gebäude von der Stadt zu übernehmen.

Von Annegret Brinkmann-Thies

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