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„Viele Projekte fangen verrückt an“

Springe „Viele Projekte fangen verrückt an“

Noch ist es eine Vision, die der Sozialdemokrat Michael Buckup in der Sitzung des Lüderser Ortsrats am Dienstagabend für seine Fraktion vorgestellt hat.

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Lüdersen. In dem nahegelegenen Süllberg könnte ein Kletterwald mit einem Aussichtsturm integriert werden, das Bergdorf somit zu einem Start- und Endpunkt eines Erlebnis- und Wanderweges werden.

„Die meisten Projekte fangen mal verrückt an“, erklärte Buckup. Und erläuterte auch gleich den Hintergrund seiner Idee. Mit einem solchen Angebot sieht er Chancen, beim ILEK-Förderprogramm im Handlungsfeld „Durchgrünte Region - Naherholung, Kultur & Tourismus“ zu punkten. Lüdersen habe sonst wenig Möglichkeiten, an dem Programm teilzunehmen. Zudem könnten weitere Fördermöglichkeiten geprüft werden.

Mit einem attraktiven Freizeitangebot eines Klettergartens, der sich in die Natur einpasst, bekäme Lüdersen eine einzigartige Attraktion, so Buckup. Zudem biete sich vom Süllberg auch eine einzigartige Fernsicht in alle Himmelsrichtungen. Auch sieht Buckup mit einem solchen Angebot ein Argument gegen den möglichen Bau von Windkraftanlagen in Richtung Calenberger Land (wir berichteten).

Bei der CDU-Fraktion stieß der Vorschlag auf Skepsis. „Die Naturliebhaber würden auf die Barrikaden gehen“, erklärte Henning Haake. Schon jetzt sei der Süllberg nach Einschätzung des Realverbands und der Jagdgenossenschaft viel zu stark frequentiert. Das Wild fände keine Ruhe. Auch Ute Austermann-Haun sah den Vorschlag kritisch: „Ist so ein Angebot heute überhaupt noch attraktiv?“, fragte sie. Ihrer Meinung nach seien derartige Freizeitangebote schon fast überholt. Zudem gebe es auch in Altenhagen I einen Klettergarten. Der habe aber nicht die Fernsicht, die der Süllberg böte, sagte Buckup. Zudem sei ein Kletterwald anders konzipiert. Einen möglichen Platz hat der Sozialdemokrat für den Aussichtsturm schon im Blick: Im Süllberg gebe es bereits ein Fundament, das genutzt werden könne. Das befinde sich aber nicht mehr in dem Waldbereich, der Lüdersern zuzuordenen sei, so Haake.

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