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Volle Schippe für die Familie

Bennigsen Volle Schippe für die Familie

Christian Springfeld ist vierfacher Familienvater, Mitarbeiter der Oberfinanzdirektion Hannover, schreibt derzeit seine Master-Arbeit in politischer Wissenschaft und will nun auch noch Bürgermeister in Springe werden. Der Deister-Anzeiger zeigt den 38-Jährigen von seiner privaten Seite.

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Hauruck: Papa Christian Springfeld packt bei Ida (3) an der Schippe mit an, auch die Geschwisterchen machen mit. Mischer

Bennigsen. Kinder und Uhren dürfen nicht ständig aufgezogen werden. Man muss sie auch mal gehen lassen: Christian Springfeld (38), Bürgermeisterkandidat der FDP und vierfacher Familienvater, hat diesen Spruch des Schriftstellers Jean Paul sicher schon gehört. Als verständnisvoller Papa lässt der Bennigser seinen Kindern nämlich Freiräume - wenn sie doch mal über die Stränge schlagen, sucht er das Gespräch.

Auf dem Tisch im Esszimmer steht ein Adventskranz mit vier brennenden Kerzen, aus einer Porzellankanne steigt verlockender Kaffeeduft empor, selbstgebackener Rührkuchen ergänzt das Bild: Trautes Heim, hier darf ich sein. Am Tisch sitzt Christian Springfeld. Der Bennigser trägt einen Pullover in sattem Blau, der Kragen seines hellblau-weiß-karierten Hemdes lugt unter dem V-Ausschnitt hervor.

„Manchmal“, räumt Springfeld ein, „will ich mich einfach ins Kinderbett legen und mich erholen“. Das macht Christian Springfeld dann natürlich nicht. Sondern bleibt mit seiner Frau Hanna, die als Hebamme arbeitet, im Elternbett liegen. Und die Kinder sind auch häufig da. „Nachts bekommen wir oft Besuch.“ Und der Schlaf bleibt nicht selten auf der Strecke. Die Familie bestimmt das Leben des Mannes, der Bürgermeister in Springe werden möchte. Anton (5) Ida (3), Emil (7) und Mia (8) kosten Springfeld nicht selten Nerven. Aber sorgen auch für Glücksmomente. Etwa an den Wochenenden, die im Idealfall der Familie gehören. „Es sind diese kleinen Momente, die besonders sind.“ Familie Springfeld genießt diese Augenblicke sehr. Mit den Gummistiefeln im Wisentgehege, dem Schlauchboot auf einem See oder der Schaufel im Sand.

Anton genießt es gerade eher nicht so. Er schmeißt die Schaufel in den Sand und schaut den Papa bockig an - dann läuft er hinter eine Hecke. Nach wenigen Minuten kommt er zurück und schaufelt umso eifriger mit. „Mit Kindern ist das Leben einfach ein anderes als vorher“, sagt Springfeld. Zum Sport etwa komme er selten, seit er Vater geworden ist. Immerhin ist da ja noch die Arbeit bei der Oberfinanzdirektion in Hannover. Und die Mitgliedschaft im Förderverein der Grundschule Bennigsen, „es macht einfach Spaß, wenn man da gemeinsam Dinge umsetzen kann“. Nebenbei arbeitet der 38-Jährige auch noch an seiner Master-Arbeit in politischer Wissenschaft an der Fernuni Hagen.

„Viel Luft bleibt da nicht“, sagt Springfeld, „sonst kommen die Kinder zu kurz“. Und weil jetzt auch der Wahlkampf Zeit in Anspruch nimmt, hat er seine Abschlussarbeit erst einmal aufgeschoben, „aber nicht aufgehoben“.

Zu Weihnachten und zwischen den Jahren war endlich mal Zeit genug. So viel, dass Springfeld auch mal die Geschenke der Kinder testen und beim Aufbau von Playmobil-Spielzeug helfen konnte. Für das THW-Set hat er aber doch etwas länger gebraucht, als ursprünglich geplant war. Um 22.30 Uhr wurde das letzte Teil zusammengebaut. „Ich dachte, wenn ich das jetzt nicht mache, dann wird das nie etwas.“ Inzwischen hatte der Sohnemann aber das Interesse am Spielzeug verloren - und kümmerte sich um wichtigere Dinge.

Wenn er gerade keine Spielzeuge zusammenbastelt, ist Springfeld mit der Familie gern in der Natur unterwegs. Ein Favorit ist für ihn das Wisentgehege. Aber auch im Garten haben sie Oasen der Entspannung geschaffen. Etwa mit einem riesigen Sandkasten. Für die Kinder ist das ein Abenteuerspielplatz. Und Papa plant schon das nächste Projekt: ein Bauwagen soll zur Gartenunterkunft à la Peter Lustig werden.

Von Ralf T. Mischer

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