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Von der Schwangerschaft bis zur Stillzeit

Springe Von der Schwangerschaft bis zur Stillzeit

Sobald eine Frau schwanger wird, gehen ihr tausend Fragen durch Kopf: An was müssen sie denken, wie wird sich das Leben mit einem Kind verändern, zahlreiche Entscheidungen müssen getroffen werden.

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Inka Klawier (l.) berät seit einem Jahr Schwangere und junge Familien im Nachbarschaftsladen „Doppelpunkt“.
Helmbrecht

Springe. Ratschläge können sie bei Familienhebamme Inka Klawier im Nachbarschaftsladen „Doppelpunkt“ bekommen. Seit einem Jahr berät sie alle vierzehn Tage Eltern von Kindern im Alter bis zu einem Jahr - und die Sprechstunde wird gut angenommen.

Bis zu drei Mütter lassen sich in der Sprechstunde am Dienstag von 15 bis 16 Uhr beraten. „Vor allem geht es um Fragen rund um Ernährung, Entwicklung und Schlaf“, weiß Klawier. Gerade wenn die Kinder in die Krippe kommen und die Eltern wieder anfangen zu arbeiten, würden viele Eltern Tipps von der Hebamme benötigen. „Während dieser Zeit stehen sie unter enormen Druck, um den Kindern den Übergang so leicht wie möglich zu machen. Auch für die Eltern ist es nicht leicht, sich von ihren Jüngsten zu lösen“, sagt Klawier.

Sie möchte vor allem die Eltern in ihren Fähigkeiten stärken und die Bindung zwischen Eltern und Kind fördern. Auch wenn sich Familien mit der neuen Situation überfordert fühlen, steht sie beratend zur Seite. Nach nur einem Jahr habe sich das Angebot in Springe bereits etabliert - auch, weil Klawier in Springe bereits bekannt ist und ihnen die Sprechstunde ans Herz legt. „Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Flüchtlingsfamilien zu uns kommen“, sagt Klawier.

Aber nicht nur die Sprechstunde wird im „Doppelpunkt“ gut angenommen: Die Mitarbeiter haben einen Wunsch-Baum in ihrem Geschäft aufgestellt. „Hier sammeln wir Ideen der Springer über das, was sie sich für ihre Stadt erhoffen, zum Beispiel ein Kino in Springe oder eine Eisdiele in Eldagsen“, erklärt Sandra Lehmann. Bis April können die Springer ihre Meinung sagen - dann werden die Wünsche ausgewertet und geprüft, welche Idee umgesetzt werden kann. „Vielleicht könnte man über ein Open-Air-Kino nachdenken und Springer finden, die sich um die Organisation kümmern möchten.“

Der Baum soll auch in den Ortsteilen zu finden sein, verspricht Lehmann. Für die Gestaltung waren Schüler der Berufsbildenden Schulen zuständig, die Aktion wird über Spenden aus der Kollekte des Diakonischen Werks Niedersachsen finanziert. Für den 6. Dezember ist eine Aktion mit der Klimaschutzbeauftragten der Stadt, Katrin Härtel, geplant, um weitere Blätter mit Wünschen an den Baum zu hängen. „Es geht uns darum, immer nah an den Menschen zu sein und nach ihren Bedürfnissen zu fragen, um darauf reagieren zu können.“

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