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Wahlbeteiligung erreicht Tiefstand

Springe Wahlbeteiligung erreicht Tiefstand

„Ist die Beteiligung an der Briefwahl gering, machen sich auch am Wahlsonntag wenig Menschen auf den Weg“: Der städtische Wahlkoordinator Karsten Kohlmeyer spricht aus jahrelanger Erfahrung.

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Springe. „Ist die Beteiligung an der Briefwahl gering, machen sich auch am Wahlsonntag wenig Menschen auf den Weg“: Der städtische Wahlkoordinator Karsten Kohlmeyer spricht aus jahrelanger Erfahrung. Die Zahlen, die er zwei Tage vor der Stadtbürgermeister-Wahl vor sich ausbreitet, beunruhigen ihn deshalb massiv.

1657 Springer hatten bis gestern Mittag die Briefwahl-Unterlagen angefordert. Bei 24 040 Stimmberechtigten im Stadtgebiet mag das normal erscheinen - bei der Bürgermeister-Wahl vor fünf Jahren machten jedoch 3415 Springer vorab ihr Kreuz. „Doppelt so viele wie jetzt“, sagt Kohlmeyer. Ein paar Zettel würden sicherlich noch abgegeben - die Briefwahlstelle im Rathaus ist heute noch bis 13 Uhr geöffnet - er rechne aber nicht mehr mit einem großen Ansturm: „Bei 1700 landen wir sicherlich, 1800 werden es aber eher nicht mehr.“

Die Bürgermeister-Wahl vor fünf Jahren war an die Kommunalwahl (Orts- und Stadtrat, Regionsversammlung) gekoppelt. Das steigerte das Interesse. Allerdings: Selbst bei der Europa- und Regionspräsidenten-Abstimmung vor knapp zwei Jahren gingen vorab 2771 Springer an die Urne, 38 Prozent mehr als jetzt. „Dabei waren das zwei vergleichsweise unattraktive Wahlen“, sagt Kohlmeyer mit Blick auf die Beteiligung. Und: Die Stimmabgabe im Vorfeld liegt eigentlich im Trend, die Zahl ist zuletzt kontinuierlich gestiegen. Wenn sich bis Sonntag nicht noch zahlreiche Springer einen Ruck geben, könnte die Deisterstadt vor einem traurigen historischen Tiefstand stehen.

Der Grund fürs bisherige Desinteresse gibt Kohlmeyer Rätsel auf. „Der Wahlkampf war erst relativ spät öffentlich sichtbar“, meint er. Wegen der Feiertage war das Briefwahl-Büro außerdem einige Tage weniger geöffnet als üblich. Die Stamm-Briefwähler nutzen sofort die Gelegenheit, dann jedoch wurde es vergleichsweise ruhig. „Erst nach der Podiumsdiskussion der NDZ am Dienstagabend flutschte es wieder“, hat der stellvertretende Ordnungsamtsleiter festgestellt. „Viele haben also offenbar die Vorstellung der vier Kandidaten abgewartet“ - was wiederum darauf schließen lasse, dass zahlreiche Springer bis zuletzt unentschlossen sind, wer ihr Kreuz bekommen soll.

Zur Wahl stehen Volker Gniesmer (SPD), Ralf Burmeister (CDU), Christian Springfeld (FDP) und Uwe Lampe (parteilos). Über den Verlauf der Abstimmung am Sonntag berichtet die NDZ live mit einem Wahlticker (www.ndz.de).

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