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Springe Warme Willkommenskultur

115 Flüchtlingskinder im Alter bis zu zehn Jahren leben in der Stadt. Wenn sie in die Kommunen verteilt werden, können sie meist nur eine Tasche mitnehmen - zu wenig Platz für Decken. Zwei Frauen wollen nun helfen und sorgen für den nötigen Wohlfühlfaktor.

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Kuschelig warm: Adela Seyffert (links) und Helge Zdebel-Müller zeigen, wie die Kuscheldecken am Ende aussehen können: Der Stoff, der gespendet wird, bestimmt die Muster auf den Decken.

Quelle: Mischer

Springe. 115 Flüchtlingskinder im Alter bis zu zehn Jahren leben in der Stadt. Jedes von ihnen soll in den nächsten Monaten kostenlos eine eigene Kuscheldecke bekommen. Das ermöglichen Helge Zdebel-Müller und Adela Seyffert, die die Gruppe Minidecki in Springe gegründet. Nun suchen sie nach Helfern und Spendern.

Das Ausgangsproblem: Wenn die Flüchtlinge von den großen Sammelunterkünften in die Kommunen verteilt werden, können sie nicht viel mitnehmen. „In den Bussen ist der Platz ja begrenzt“, sagt Szebel-Müller. Mehr als eine Tasche können die Hilfesuchenden deshalb nicht mitbringen nach Springe. Folglich werden Decken regelrecht zur Mangelware. Die beiden Minidecki-Aktivistinnen Zdebel-Müller und Seyffert möchten das ändern.

Die Hilfsinitiative Minidecki wurde von der Schweizerin Simone Maurer ins Leben gerufen. In Deutschland haben die Pattenserinnen Sabine Eilers und Martina Gölz die Decken-Aktion unter dem gleichen Namen gestartet. Als die beiden Völksenerinnen Zdebel-Müller und Seyffert ein Strick-Treffen der Gründerinnen besucht haben, kamen sie auf die Idee, auch in Springe eine Minidecki-Gruppe zu gründen.

„Wir haben uns angemeldet und für Springe als Aktivisten eingetragen“, sagt Seyffert. Und so schnell wie möglich soll es jetzt mit der Handarbeit losgehen: Die Decken werden aus einem Inlet gefertigt, das es für 1,50 Euro bei Ikea gibt. Der Bezug, oder wie die Nähexperten sagen, das Top, besteht aus gespendetem Stoff aus Baumwolle.

Dann muss natürlich genäht werden. Dafür haben die beiden Frauen schon einen Termin festgelegt: Die Helfer treffen sich erstmals am Sonnabend, 16. Januar, um 10 Uhr im DRK-Haus, An der Bleiche 4-6. Eine zweite Näh-Gruppe kommt um 13.30 Uhr zusammen.

Zdebel-Müller schätzt, dass an dem Aktionstag rund 25 Decken genäht werden können. Zu wenig, wie sie findet. Mindestens vier solcher Termine wären nötig, um alle Kinder mit den kuscheligen Textilien zu versorgen. Bis genäht werden kann, braucht es aber noch Inlets, Stoffe und Helfer. Die fertigen Decken sollen den Kindern jeweils während eines kleinen Festaktes überreicht werden. Seyffert: „Das ist uns wichtig, dass die Helfer in Kontakt mit den Neuankömmlingen kommen.“

Von Ralf T. Mischer

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