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Weihnachtsmarkt zieht auf den Museumshof

Springe Weihnachtsmarkt zieht auf den Museumshof

Zu klein, zu unattraktiv, zu schlecht besucht: Der Ortsrat hat auf die Beschwerden über den Springer Weihnachtsmarkt reagiert und legt ein komplett überarbeitetes Konzept vor. Unter dem neuen Organisator Torsten Blei wird die Traditionsveranstaltung auf den Museumshof verlegt, auf drei Tage ausgedehnt und soll deutlich größer ausfallen.

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Langer Vorlauf: Der Weihnachtsmarkt verlässt den Marktplatz und beginnt nun bereits schon am Freitag.

Quelle: Mischer (Archiv)

Springe. „Das Ambiente des historischen Burghofs wird dafür sorgen, dass der Markt noch stimmungsvoller wirkt“, davon ist Organisator Blei überzeugt. Sein Werbekonzept soll den Adventszauber im weiteren Umkreis bekannt machen. Dann, so hofft Blei, werde die Veranstaltung zum Selbstläufer. „Wer hört: ,Mensch, beim Weihnachtsmarkt in Springe ist jetzt alles neu und anders‘, der wird neugierig und kommt vorbei.“

Ein bis zwei Mitglieder des Ortsrates hatten den Markt jahrelang selbst organisiert, waren aber immer wieder an ihre zeitlichen Grenzen gestoßen. Sozialdemokrat Jörg Gassl hatte wiederholt um mehr Unterstützung gebeten und darauf hingewiesen, dass es vor allem in diesem Jahr kritisch werden könnte: Der neue Ortsrat wird erst im September gewählt, die bisherigen Bürgervertreter sind im neuen Gremium eventuell nicht mehr vertreten.

Mit dem 42-jährigen Handwerker und Feuerwehrmann Torsten Blei aus Springe fanden Gassl und Ortsbürgermeister Carsten Marock schließlich einen Freiwilligen außerhalb des Ortsrates. Blei nutzte den vergangenen Markt zum Einarbeiten - und die vergangenen Monate, um in Abstimmung mit den Lokalpolitikern ein vollkommen neues Programm auf die Beine zu stellen.

Am traditionellen Termin, dem zweiten Adventswochenende, wird nicht gerüttelt. Alle anderen Eckpfeiler setzt Blei neu. Er wagt den Umzug auf den Museumshof, „weil auf dem Marktplatz keine Erweiterung möglich gewesen wäre“. Die Zahl der Aussteller soll spürbar steigen, ein zweites Kinderkarussell ist bereits gebucht.

Ein Makel war laut Blei auch der Wochenmarkt, der die Anbieter unter zeitlichen Druck setzte. Die Beschicker konnten am Freitag erst um 14 Uhr mit dem Aufbau beginnen und hatten teilweise bis kurz vor Mitternacht zu tun. Auf dem Museumshof soll es jetzt erstmals schon Freitagabend Programm geben: Dann soll von 17 bis 21 Uhr geöffnet sein. Am Sonnabend öffnet der Markt nichr mehr um 12 Uhr, sondern erst um 14 Uhr. Am Sonntag bleibt es dagegen bei 12 Uhr. „Sonnabends um 12 Uhr hat in der Vorweihnachtszeit doch jeder andere Sachen im Kopf, als über den Weihnachtsmarkt zu schlendern“, sagt Blei.

Von Marita Scheffler

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