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Weingummi mit Angelika Morkel

Springe Weingummi mit Angelika Morkel

Wie sieht der typische Abiturient 2016 aus? Im Kolosseum in Rom sitzend, mit einem Skizzenblock auf dem Schoß, in Erinnerungen schwelgend an die Heimat mit Bundeskanzlerin „Angelika Morkel“? Wem? Dazu später mehr.

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Der Abi-Chor singt bei der Feierstunde Werke von Ed Sheeran, Phil Collins und aus „High School Musical“.

Quelle: Helmbrecht

Springe. So sieht jedenfalls die Vorstellung von Kerstin Prietzel aus, Leiterin des Otto-Hahn-Gymnasiums. Sie hat gestern 144 Schülern die Abiturzeugnisse überreicht.

„Abit(o)ur - die Reise kann beginnen“ lautet das Motto des Jahrgangs. „Dabei hat die Reise schon längst begonnen“, sagte Prietzel. Schließlich hätten die Abituraufgaben die Schüler bestens aufs Leben vorbereitet: Während im Chemie-Abi Themen wie Alkohol und Schokolade abgefragt wurden, ging es in der Matheprüfung immerhin um Fruchtgummis. Und für die Mathe-Ergebnisse wurde der Jahrgang noch einmal richtig gelobt, denn anders als in ganz Niedersachsen seien die Noten nicht so schlecht gewesen - noch bevor das Kultusministerium den Bewertungsstab abgesenkt hatte.

Entscheidungsfreudigkeit sei allerdings keine Stärke dieses Jahrgangs, wie Prietzel betonte - durchaus „liebevoll gemeint. Das ist das Dilemma eurer Generation: Nie die innere Gewissheit zu haben, dass die einmal getroffene Entscheidung auch die Richtige ist.“ Leicht sei das Leben nicht, angesichts der vielen Möglichkeiten, die sich den Schülern jetzt eröffneten.

Jetzt konnten sie sich aber erst einmal feiern lassen. Denn: Sie sind der zweitbeste Abiturjahrgang, den das OHG jemals verabschiedet hat. Die jungen Frauen konnten das noch toppen: Denn sie sind tatsächlich der beste weibliche Abiturjahrgang bislang mit einem Durchschnitt von 2,32. Insgesamt 33 Schüler haben in diesem Jahr eine Abiturnote mit einer Eins vor dem Komma erhalten. Mit einem Schnitt von 1,0 wurden Pia Siebert und Melanie Bittner besonders gewürdigt.

„Ihr könnt wirklich stolz auf euch sein“, lobte auch Bürgermeister Christian Springfeld die Leistung der Schüler. Er betonte, dass die Jugend ihren eigenen Weg gehen müsse - und nicht ausschließlich Wegweisern folgen sollte. „Wenn ihr die Autobahn nehmt, seid ihr zwar schnell da, aber ob das so viel bringt? Vielleicht nehmt ihr irgendwann die Landstraße, schaut nach links und rechts, steigt aus und nehmt euch Zeit“, riet Springfeld.

Die Schüler werden auch am OHG Spuren hinterlassen. Sie haben den Oberstufenraum neu eingerichtet und zu einem „Ort der Entspannung abseits des stressigen Schulalltags“ gemacht, erinnerten Jahrgangssprecher Anne Ruppert und Simon Stitzinger in ihrer Rede. Allzu schnell wollen die Absolventen dann doch nicht erwachsen werden, betonten die Jahrgangsvertreter Amy Hones und Tabea Schröder.

Und: Natürlich wissen sie auch, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel heißt - obwohl Politik und Wirtschaft das schlechteste Fach des Jahrgangs war ...

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