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Wer braucht einen Ferienplatz?

Springe Wer braucht einen Ferienplatz?

Der Bedarf an Betreuungsangeboten für Kinder nach der Schule und in den Ferien ist widersprüchlich. Elternräte engagieren sich nun gemeinsam für eine Ausweitung der Ferienbetreuung: Die Gremien wollen zunächst eine Bedarfsabfrage bei betroffenen Eltern starten.

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Quelle: Jan Philipp Eberstein

Springe. Auslöser der Debatte war ein Antrag der SPD im Finanzausschuss, im kommenden Jahr 30 000 Euro für ein Ferienbetreuungs-Konzept auszugeben. Die CDU intervenierte: Schon im Jugendhilfeausschuss habe die Stadt erklärt, das vorhandene Angebot in der Roten Schule sei nicht ausgelastet, das Konzept also nicht erforderlich. Das wiederum ärgert die Eltern: Bei einem Treffen des Kita-Gremiums in Bennigsen sprach sich die Runde für das erweiterte Angebot aus - vor allem dafür, Mütter und Väter besser und frühzeitiger über bestehende Betreuungsgruppen zu informieren: „Niemandem ist mit Angeboten geholfen, die erst wenige Tage vor Ferienbeginn in der Presse angekündigt werden“, teilten die Eltern in einer Erklärung mit. Werde etwa zu Jahresbeginn und per Online-System eine Buchung ermöglicht, hätten Stadt und Eltern Planungssicherheit. Es sei doch merkwürdig, den Bedarf infrage zu stellen, ohne die Eltern zu fragen, sagte der Vorsitzende des Kita-Stadtelternrats Christian Springfeld: „Für jede Kleinigkeit liegt ein Zettel in der Postmappe der Kinder, aber der Bedarf an Ferienbetreuung kann nicht abgefragt werden?“

Um nicht auf die Stadt warten zu müssen, wollen Eltern die Abfrage jetzt selbst in die Hand nehmen. Dafür arbeiten die Elternräte für Kitas und Schulen zusammen. „Wir werden jetzt alle Eltern befragen, wann sie Ferienbetreuung benötigen und welchen Preis sie pro Woche bereit sind, dafür zu bezahlen“, sagt die Vorsitzende des Stadtelternrates der Schulen, Doris Mantei. Problematisch sei die Planungsunsicherheit bei der Ferienbetreuung insbesondere im Hinblick auf die knappen Hortplätze, die für Springer Eltern bisher die einzige Möglichkeit böten, an eine gesicherte Ferienbetreuung zu kommen. Es gelte zu vermeiden, dass Eltern, die eigentlich nur die Ferienbetreuung brauchten, aus Verzweiflung wertvolle Nachmittagsplätze blockierten. Diese stünden denjenigen, die ihre Kinder bereits um 15 Uhr abholen könnten, nicht mehr zur Verfügung, so Springfeld weiter. Der Verwaltungsausschuss hatte in der vergangenen Woche dann den Antrag noch einmal abgewandelt beschlossen: Demnach sollen die 30 000 Euro doch fließen - allerdings nicht unbedingt an ein Konzept gebunden, sondern direkt in das Betreuungsangebot.

Von Christian Zett

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