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Wer wird Ortsbürgermeister?

Bennigsen Wer wird Ortsbürgermeister?

Nach der Niederlage von Carsten Marock in der Kernstadt bangt mit Volker Gniesmer in Bennigsen ein weiterer Ortsbürgermeister um sein Amt. Auch er kann sich gegenüber Rivale Jörg Niemetz (CDU) auf eine deutliche Stimmenmehrheit am Wahltag berufen. Angewiesen sind beide auf die Stimmen der kleineren Parteien. Was machen die?

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Ein Fahrzeug fährt am 26.02.2016 am einem "Willkommen in Bennigsen"- Schild des Springer Ortsteils Bennigsen in der Region Hannover (Niedersachsen) vorbei. Die 17 Jahre alte Jamie-Lee Kriewitz aus Bennigsen gewann den deutschen ESC-Vorentscheid und vertritt Deutschland beim Finale des Eurovision Song Contest 2016 am 14. Mai in Stockholm. Foto: Holger Hollemann/dpa (zu dpa: "Ganz Bennigsen erfreut sich über Erfolg von Jamie-Lee" vom 26.02.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Quelle: dpa

Springe. „Da gibt es die langjährige Erfahrung von Herrn Gniesmer, aber auch das Aufstrebende von Herrn Niemetz“, bringt FDP-Mann Udo Hermann auf den Punkt, was aus seiner Sicht den Ausschlag für den einen oder anderen als Ortsbürgermeister geben könnte. Vorausgesetzt, dass alle Stimmen von SPD und CDU sicher stehen, gibt es drei Kandidaten, die am Mittwoch im Ortsrat das Zünglein an der Waage sein könnten: Neben Herrmann sind das Thomas Dittert von den Grünen und Thomas Blümchen, der die Allianz Bürgerwille Springe (ABS) vertritt.

Eine der drei Parteien habe ihm schon per E-Mail das Vertrauen ausgesprochen, sagt Gniesmer. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war das die ABS. Dem Parteinamen entsprechend hatte Blümchen sich zuvor im Ort intensiv nach dem „Bürgerwillen“ erkundigt, heißt es von der Partei.

Thomas Dittert von den Grünen hat sich persönlich auch schon entschieden, möchte sich aber noch nicht äußern - immerhin trifft er noch mindestens einen der beiden Kandidaten vor der Wahl am kommenden Mittwoch zum Gespräch.

Hermann sagt, eine Tendenz habe er schon - beide Kandidaten seien darüber informiert. Er wolle sich die Entscheidung tatsächlich aber bis zu dem Moment offenhalten, in dem „ich per Handheben kundtue, wer es werden soll“. Er geht davon aus, dass seine Stimme durchaus die Entscheidende sein könnte. „Und dann muss sich das auch für mich rentieren.“ Konkrete Forderungen habe er zwar an niemanden gestellt - er werde den Bürgermeister, der mit seiner Stimme gewählt wird, bei Gelegenheit aber an diesen Umstand erinnern. Immerhin wolle er als einziger FDP-Mann im Ortsrat bei Abstimmungen nicht allein auf weiter Flur stehen.

Von der Fraktion der FDP im Stadtrat sei seine Stimme im Ortsrat übrigens unabhängig, betont Hermann. Mit den Kollegen tausche er sich lediglich aus.

Gniesmer geht nach eigenem Bekunden einigermaßen gelassen in die Ortsratswahl. „Ich gehe mal davon aus, dass ich wieder Ortsbürgermeister werde“, sagt er. Dass er damit für die nächsten fünf Jahre „auch den Posten des Grüßonkels, der insgesamt wenig zu entscheiden hat“, bekleidet, macht ihm nichts aus. „Bei den vielen Ortsterminen erfahren wir wichtige Anliegen der Bennigser“, stellt er klar. CDU-Politiker Niemetz möchte bis zur Wahl am Mittwoch weder groß spekulieren, noch sich in die Karten blicken lassen. Nur so viel: „Es bleibt spannend.“

Von Katharina Weißling

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