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Werden Sportvereine zu Mietern?

Springe Werden Sportvereine zu Mietern?

Bei der Stadt herrscht auch eine Woche nach der im Rat vorerst gekippten Sportstättengebühr Irritation. Als Lösung könnte ein Entgelt kurzerhand die ursprünglich angedachte Gebühr ersetzen.

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Der Sport im Fokus: Um eine schnelle Lösung in Sachen Sportstättengebühr zu finden, könnte als Kompromiss kurzerhand ein Sporthallen-Entgelt eingeführt werden.

Quelle: Archiv

Springe. „Die Vertagung ist für mich unverständlich“, sagt Rathauschef Gerd-Dieter Walter. Die Vereine sollen jetzt wie bisher Hallenzeiten bekommen - nur kassiert wird eben nicht. Walter sieht jetzt die Politik am Zug. Die Ratsmehrheit hatte beschlossen, das Entgelt auf Eis zu legen. Stattdessen soll es Gespräche mit den betroffenen Vereinen geben - und idealerweise eine einvernehmliche Lösung.

Genau die, glaubt jedoch Walter, habe man im Grunde schon gehabt: „Bis auf einen Verein haben alle gezahlt.“ Sowohl in der Politik als auch bei den meisten Sportlern sei man sich also offenbar einig gewesen, „dass die Grundidee bestehen bleibt“: Wer städtische Sporthallen nutzt, soll sich zumindest anteilig an den Kosten beteiligen. Der einzige von Walter registrierte Verweigerer, der TTC Springe, hatte letztendlich durch seine erfolgreiche Klage auch die Sportstättengebühr gekippt. Seitdem versucht der Verein in einer eigens gegründeten Initiative, weiter auf Stadt und Politik einzuwirken.

Walter räumt ein, dass die Verwaltung Fehler gemacht - und durch die nicht rechtssichere Satzung erst für die aktuelle Situation gesorgt hat. Auch der jetzt von der Politik erst einmal abgelehnte Plan ist der denkbar einfachste Weg, das Problem zu lösen: Aus der Gebühr soll kurzerhand ein Entgelt werden, die Vereine damit zu Mietern. Für die Stadt und ihr knappes Personal ist das sehr viel weniger aufwändig als die alte Satzung zu heilen und bei der Gebühr zu bleiben. Zumal die neue Version faktisch kaum einen Unterschied mache, heißt es im Rathaus.

Zur Kasse gebeten wird erst mal niemand: Die Vereine, die nach dem Urteil zum Stichtag 1. Oktober noch einmal zahlten, haben das Geld inzwischen zurückbekommen, sagt die Stadt. Aus seiner Sicht gehe es bei der Bezahlung, sagt Walter, auch um ein Zeichen: Wer die Hallen kostenlos nutze, schätze sie womöglich anders wert.

Von Christian Zett

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