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Wie sieht der neue Bahnhof aus?

Springe Wie sieht der neue Bahnhof aus?

Die Planungen für einen neuen Bahnhof in der Kernstadt schreiten voran. Im Ortsrat haben Inga Hautau und Klaus Geschwinder von der Region Hannover erste Pläne für den Haltepunkt „Deisterpforte“ vorgestellt.

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Quelle: Mischer

Springe. Auch Roland Neumann vom Planungsbüro BahnStadt aus Berlin reiste an den Deister, um die Vorteile der neuen S-Bahn-Station für Springe herauszustellen.

Der Haltepunkt könnte nach ersten Planungen direkt am Bahnübergang Heinrich-Göbel-Straße beginnen und bis in Höhe des Spielplatzes an der Wolfstalstraße gegenüber des Friedhofes führen. Erreichbar wären beide Bahnsteige aber nur vom Bahnübergang aus - eine Brücke über die Gleise oder eine Unterführung auf beiden Seiten sei zu teuer, so der Planer. Nachteil: Sind die Schranken geschlossen, erreicht man den Zug auf der anderen Gleisseite nicht mehr.

„Der Platz ist eng“, weiß auch Geschwinder. Ein Park-und-Ride-Parkplatz solle auf keinen Fall entstehen, nur sehr wenige Stellflächen sollen überhaupt geschaffen werden. Das Ziel sei vielmehr, dass die Springer vom Ebersberg den neuen Bahnhof zu Fuß erreichen können. Mögliche Zielgruppe für den Halt sind nach den ersten Planungen 6000 Einwohner, die im westlichen Teil der Kernstadt wohnen. „Ich stelle noch einmal klar, dass hier keine Großhaltestelle entstehen soll“, so Geschwinder.

Bereits Ende der Neunzigerjahre entstand die Idee, einen neuen Bahnhof in Springe zu bauen. In einem Maßnahmenplan des Nahverkehrsplans steht neben Springe auch Laatzen-Mitte als bevorzugter Standort, der näher untersucht werden soll. Ziel sei es, das Wohnen an der Schiene zu fördern und neue Fahrgäste zu gewinnen.

Flughafen-Anbindung soll bestehen bleiben

„Die betriebliche Machbarkeit ist gegeben, wenn der ohnehin geplante Linientausch der S4 und S5 durchgeführt wird“, sagt Geschwinder. Der ist umstritten, weil er die S 5 von der direkten Flughafenverbindung abkoppelt. Trotzdem sei es möglich, Springe weiterhin direkt an den Airport anzubinden, sagt Geschwinder: Eine angedachte Regionalverbindung - ähnlich wie der Sprinter - könnte künftig mit Zwischenhalt in Hannover die Verbindung zum Flughafen stündlich aufrechterhalten.

Was bereits feststehe: Die gefürchtete Fahrzeitverlängerung der S 5 sei vom Tisch. Die zusätzlichen Zwischenhalte in Bornum, Empelde und Ronnenberg sollen laut Region doch nicht kommen. Auch der neue Bahnhof an der Deisterpforte sorge kaum für zusätzliche Fahrtminuten. Die Region wolle Springe möglichst frühzeitig auf dem laufenden halten. Ich finde den neuen Haltepunkt gut“, betont Ortsbürgermeister Carsten Marock. Am 20. Juni ist eine Abstimmung mit der Bahn geplant. Im Planungsausschuss am 30. August sollen weitere Details folgen - und ein Meinungsbild der Politik.

Von Saskia Helmbrecht

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